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Vor der Kulisse eines fernen Inselparadieses schildert Georges Bizet eine durch wahre Freundschaft verkomplizierte Dreiecksgeschichte:

Schon einmal drohte die Liebe zu der Brahmanin Leïla die langjährigen Freunde Zurga und Nadir zu entzweien. Zwar haben beide Männer einander geschworen, auf die schöne junge Frau zu verzichten, doch weder dieses Versprechen noch das Keuschheitsgelübde Leïlas kann verhindern, dass sie und Nadir bei ihrem Wiedersehen vom Verlangen nacheinander übermannt werden.

Als das Paar vom Oberpriester ertappt wird, soll Zurga als Anführer des Perlenfischerdorfes das Todesurteil über die beiden Meineidigen verhängen. Hin- und hergerissen zwischen Freundschaft und Eifersucht, Rachewunsch und Pflichtgefühl gerät Zurga ins Wanken …

Zwölf Jahre vor dem Welterfolg seiner Carmen gelang dem 25-jährigen Bizet mit seinen Perlenfischern der Durchbruch als Opernkomponist.

Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte ihn zu einer Partitur mit farbenprächtiger Instrumentierung, berückenden Melodien und wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten.

Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Duett „Au fond du temple saint“ von Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur, der letztlich sogar die Wiederentdeckung der heute noch selten gespielten Oper zu verdanken ist.​

Zusätzliche Informationen

Les pêcheurs de perles

Opéra in drei Akten (1863)

  • Musik von Georges Bizet
  • Text von Michel Carré und Eugène Cormon

  • Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause nach dem ersten Akt
  • Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Musikalische Leitung: Giedrė Šlekytė

Inszenierung: Wim Wenders

Szenische Einstudierung, Spielleitung: Katharina Lang

Bühne: David Regehr

Kostüme: Montserrat Casanova

Licht: Olaf Freese

Einstudierung Chor: Dani Juris

Leïla: Adela Zaharia

Nadir: Amitai Pati

Zurga: Gyula Orendt

Nourabad: Nicolas Testé

Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

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