Bibiana Mendes | River Roux engl. Sprache
Rage ist unfreiwillig. Wer sie fühlt, kann von ihr verzehrt werden und jene verletzen, die sie nicht teilen. Rage ist Bruch, Begehren und Zeichen der Unvereinbarkeit von Realität und der eigenen Existenz. Wenn Rage uns verbindet, entsteht Bewegung.
In prick, prick, boom beschwören vier Performer:innen Körper jenseits der Vernunft.
Sie hören auf, auszuweichen, sich zu ducken, zu entschuldigen und erträumen sich Militanz und Wut ohne Konsequenz.
Berlin ist historisch geprägt von der Kriminalisierung und Auslöschung queeren Lebens, von der Behinderung queerer Kollektivität. Dokumentationen des Ungehorsams finden sich in Archivkisten und Akten, zwischen den Zeilen in Entlassungsberichten, Festnahmeprotokollen und Zeitungsannoncen.
Lou Thabart, Paula Pau, Adrian Marie Blount und River Roux üben Entgleisung als Widerstand. Handtaschen werden zu Schlagwerkzeugen, High Heels zu Projektilen, Zöpfe zu Peitschen. Ruhig bleiben ist ausgeschlossen. Geduld kann sich keine mehr leisten.
„Gebeten habe ich bereits, fordern kann ich nicht“, schrieb die junge Frau auf der Station. Was, wenn wir aufhören zu bitten?
Hinweis
Wir empfehlen ein Mindestalter von 18 Jahren für den Besuch der Aufführung.
Triggerwarnung
Bitte beachten Sie: prick, prick boom beinhaltet
• den Gebrauch von Nadeln
• selbstverletzende Handlungen
• explizite Darstellung sexueller Handlungen
• Stroboskoplicht
Zusätzliche Informationen
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