Direkt zum Inhalt

Für viele kreativ Arbeitende
sind digitale Plattformen sowohl Bühne als auch Türsteher. Sie
haben Einfluss darauf, welche Literatur wahrgenommen wird und welche
nicht.


Der für den deutschen Buchpreis 2025 nominierte Roman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ von Fiona Sironic verdeutlicht, wie sehr die digitale Öffentlichkeit Leben beeinflusst. Dabei beobachtet die Protagonistin, wie zwei Jugendliche ihre Vergangenheit im Netz löschen, während sie selbst versucht, eine verschwindende Welt festzuhalten.

Beim Verein D64 wollen sie sich dem Zusammenspiel von digitalen Plattformen und Kulturproduktion widmen. Dazu haben sie neben Fiona Sironic auch Clarissa Walter, Wissenschaftlerin am Weizenbaum-Institut Berlin eingeladen. Clarissa untersucht, wie die Vorstellungen von Algorithmen Verhalten beeinflussen, selbst wenn sie die zu Grunde liegenden Regeln nur erraten können. In ihrer Forschung beleuchtet sie, wie Algorithmen die Produktion digitaler Inhalte der Wissenschaftskommunikation beeinflussen aufgrund der Macht, die sie über Sichtbarkeit ausüben.

Wie beeinflussen Aufrufe, Likes und Verweildauer die Sicht auf die Qualität von Texten? Wie können Menschen digitale Plattformen nutzen, ohne eigene künstlerische Stimme zu verlieren? Diese und weitere Fragen wollen sie im Dialog zwischen Clarissas Forschung und Fionas Roman am 27.05. ab 19.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Lettrétage e.v. gemeinsam mit Euch diskutieren.

Zu diesem Austausch zwischen literarischer Praxis und Erforschung von Digitalität sind alle eingeladen, die selbst schreiben und sich mit dem wachsenden Einfluss von Plattformen auf kreative Arbeit interessieren.
Termine
Mai 2026
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31