Eine Kollapsfantasie von Club Gewalt
Wurde den Menschen nicht mal eine Zukunft von Stabilität und Fortschritt versprochen? Anstelle von Wohlstand, Frieden und den Früchten des Technik-Booms drohen jetzt alle Systeme zusammenzubrechen.
Klimakatastrophe, Kriege, Faschismus: Menschen leben in Zeiten der Polykrise. Die Nachrichtenlage lässt sich kaum noch verarbeiten und versetzt in permanenten Stress. Wie können Sinne lernen, mit dieser Überforderung umzugehen, ohne abzustumpfen?
In der intensiv-immersiven Performance-Oper NOISE taucht Club Gewalt mit dem Publikum ein in das Rauschen der Weltuntergangsprognosen – und singt aus voller Lunge dagegen an. Das Ziel: Wieder lieben zu lernen, ein Mensch zu sein.
Club Gewalt ist ein musikbasiertes Performance-Kollektiv aus Rotterdam. Aus dem Widerstand gegen Ungerechtigkeit und der Liebe für das Zusammensein heraus machen, komponieren, produzieren und performen sie ihre eigenen Werke: von feministischen Punk-Weihnachtsmusicals und trübsinnigen Opern zum Thema institutioneller Rassismus bis hin zu Clubabenden in Museen und politischen Slutpop-Konzerten. Immer musikalisch virtuos, mit Witz und irgendwie unbequem.
MIT Loulou Hameleers, Suzanne Kipping, Robbert Klein, Gerty van de Perre und Sanna Vrij