Kann es eine schönere Liebeserklärung geben? Als Robert Schumann Schuberts C-Dur-Sinfonie hörte, schrieb er an seine Verlobte Clara Wieck, er »wünschte nichts, als Du wärest meine Frau und ich könnte solche Sinfonien schreiben«.
Und tatsächlich – kaum war die Eheschließung vollzogen, sprudelten im Jahr 1841 schönste Sinfonien aus Schumanns Feder. Die vierte war davon die formal originellste – und laut Clara »aus tiefster Seele« geschöpft. In Richard Strauss’ Tondichtung Don Juan wiederum gilt es durchaus anderen Facetten der Liebe als den ehelichen. Im zugrundeliegenden Versepos von Nikolaus Lenau wird das klar benannt: »Im weiten Kreis der schönen Frauen ist meine Lieb’ an jeder einer andre.« Und wirklich setzt hier der selbst noch junge Strauss »der Jugend Feuerpulse« aufs Wunderbarste in Töne.
Jahrzehnte später zeigte Strauss in seinem Liederzyklus auf Gedichte von Clemens Brentano, dass ihm auch die schmerzlichen Seiten der Liebe nicht unbekannt geblieben sind: »Im Lieben wohnt Betrüben, und kann nicht anders sein«, heißt es da.
Einmal durch den Kosmos der Liebe – nichts Geringeres als das erwartet Sie in diesem Sinfoniekonzert unter der Leitung von Generalmusikdirektor James Gaffigan.
Programm
RICHARD STRAUSS [1864–1949] Don Juan, Tondichtung (nach Nikolaus Lenau) für großes Orchester op. 20Sechs Lieder nach Gedichten von Clemens Brentano op. 68ROBERT SCHUMANN [1810–1856] 4. Sinfonie in d-Moll op. 120
Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler:innen
James Gaffigan (Musikalische Leitung)
Adela Zaharia (Sopran)
Orchester der Komischen Oper Berlin (Orchester)
Termine
November 2026
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