Fotografien vom Leben in den Trümmern
Das von NS-Deutschland zerstörte Warschau weckt Assoziationen zu Aleppo, Khartum und Mariupol und zwingt zur Reflexion: Wie können Menschen verhindern, dass Kinder jemals wieder barfüßig zwischen den Trümmern zerstörter Städte spielen müssen?
Ein Tanz inmitten der Ruinen des Stadtzentrums.
Barfüßige Kinder spielen im ausgebrannten Schutt der Altstadt Krieg.
Ein Familienessen in einem zerstörten Haus.
Ein Milizionär regelt den Verkehr an einer gespenstischen Straßenkreuzung.
Ein Arbeiter trägt Ziegelsteine auf dem Rücken, um historische Mietshäuser wieder aufzubauen.Diese Bilder des Warschaus der Nachkriegszeit (1945–1949) wurden aus Tausenden von Fotografien aus dem Bestand der Polnischen Presseagentur ausgewählt. Sie stehen im Schatten des Warschauer Aufstands – der größten bewaffneten Untergrundaktion im von NS-Deutschland besetzten Europa – und einer Stadt, die dem Erdboden gleichgemacht wurde und bis zu 200.000 zivile Opfer forderte.
Vor dem Hintergrund dieser nahezu vollständigen Zerstörung zeichnen die Fotografien ein kollektives Porträt der Warschauerinnen und Warschauer, die ihre Stadt und ihr Leben neu aufbauen. Durch die Aufnahmen junger Fotojournalisten erleben wir die Wiedergeburt Warschaus aus nächster Nähe und spüren seine ungebrochene Energie.
Als tiefgreifende humanistische Fotografien erschöpfen sie sich nicht im unmittelbar Sichtbaren. In ihrem Ausdruck der einzigartigen Widerstandskraft und Vitalität des menschlichen Geistes sind sie Warnung vor dem Zerstörungspotenzial totalitärer Regime und zugleich eine Anklage gegen die freie Welt, die solche Verbrechen nicht verhindert hat.
Das von NS-Deutschland zerstörte Warschau weckt Assoziationen zu Aleppo, Khartum und Mariupol und zwingt zur Reflexion: Wie können wir verhindern, dass Kinder jemals wieder barfüßig zwischen den Trümmern zerstörter Städte spielen müssen?



