Wer sorgt dafür, dass KI funktioniert – und welche Spuren hinterlässt diese Arbeit bei den Betroffenen? Anna Ehrenstein geht in ihrer Ausstellung dieser Frage nach.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit der Forscherin Ariana Dongus sowie den Aktivist*innen und Worker-Researcher*innen Richard Mathenge, Mophat Okinyi und Fasica Berhane, die selbst als digitale Plattformarbeiter*innen tätig waren und Ehrenstein mit weiteren Arbeiter*innen und Beteiligten vor Ort verknüpften.
Im Zentrum stehen Menschen, die in Nairobi Large Language Models trainieren oder als Texter*innen in Kairo für OnlyFans arbeiten.
Soil, also die Erde, steht in Ehrensteins Arbeit für den Ursprung und die Spuren von Arbeit, die oft unsichtbar bleiben. Sie verkörpert die materiellen Grundlagen, auf denen digitale Ökonomien aufbauen.
Zugleich verweist sie auf die Beständigkeit historischer Hierarchien und Ausbeutungsverhältnisse, die in heutigen globalen Arbeits- und Datenökonomien fortwirken. Der Boden fungiert als Symbol für die Verwobenheit von Mensch, Natur und Technologie und bildet den Ausgangspunkt künstlerischer Reflexion sowie kollektiver Fiktion.