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Filmhighlights im März

Das intime Kino in der ehemaligen Kuchenherstellung der Brotfabrik ist längst mehr als ein Geheimtipp für Filmbegeisterte. In besonderer Atmosphäre, fernab des Mainstreams, setzt das Kino der Brotfabrik in Pankow konsequent auf ein unabhängiges, sorgfältig kuratiertes Filmprogramm.


Hier stehen künstlerische Handschrift, gesellschaftliche Relevanz und cineastische Entdeckungen im Mittelpunkt.


Auch im März dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf besondere Filmhighlights freuen, die zum Nachdenken anregen, neue Perspektiven eröffnen und das Kino als kulturellen Begegnungsort erlebbar machen.


Programm: 

Donnerstag | 05.03 | 18:30 Uhr | BrotfabrikKINO
Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit
D 2025, 52 min, Dokumentarfilm, R: Mario Burbach, DF
Der Film begleitet Menschen, die einen scheinbar unmöglichen Beweis antreten: Ja, ein Unternehmen kann ohne Chefs funktionieren. In Kollektivbetrieben, Kooperativen und selbstverwalteten Unternehmen wird täglich für ein besseres »Richtiges im Falschen« gekämpft. Wir treffen auf ganz normale Menschen, die ihr Arbeitsleben selbst in die Hand nehmen. Geschichten, die Mut machen, alte Wege zu verlassen und zusammen neue Wege zu gehen – nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis.
In Anwesenheit des Regisseurs Mario Burbach und weiterer Gäste

Freitag | 06.03. | 21:00 Uhr | BrotfabrikKINO
Preview: Nouvelle Vague
F 2025, 105 min, Spielfilm, R: Richard Linklater, OmU
Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit »Außer Atem« ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird. Kult-Regisseur Richard Linklater lässt mit »Nouvelle Vague« eine ganze Generation junger Wilder wieder lebendig werden: beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen. Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben. Seine Weltpremiere feierte »Nouvelle Vague« beim Filmfestival von Cannes.

Sonntag | 08.03. | 19:00 Uhr | BrotfabrikKINO
Westwood: Punk. Ikone. Aktivistin.
UK 2017, 80 min, R: Lorna Tucker, OmU
Der Film erzählt die Geschichte einer Kämpferin, die aller Niederlagen zum Trotz ihren Vorstellungen und Idealen treu blieb und als Enfant Terrible der britischen Modewelt und Grande Dame des Punks Geschichte schrieb. Die selbst erklärte Tagträumerin Vivienne Westwood kam aus einfachen Familienverhältnissen im Alter von 17 Jahren nach London, mitten hinein in die Swinging Sixties der 60er Jahre. Ihr Leben änderte sich abrupt, als sie den Sex Pistols Manager und Impresario Malcolm McLaren traf und ihr gemeinsamer Shop an der Kings Road die Popkultur revolutionierte. Westwoods Werdegang ist geprägt von Erfolgen, Konflikten, Unsicherheiten.
Im Rahmen der Ausstellung »Iris Lorenz Berlin - Gothic, Glitter And Eternity«.

Mittwoch | 11.03. | 20:15 Uhr | BrotfabrikKINO
Der laute Frühling + Buchvorstellung: Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen
D 2022, 62 min, Dokumentarfilm, R: Johanna Schellhagen, DF
»Der laute Frühling« ist im August 2022 in die Kinos gekommen. Danach ist die Filmemacherin zwei Jahre lang mit dem Film herumgereist. Er wurde vor allem in der Klimabewegung viel gezeigt und diskutiert. Sie hat ihre Eindrücke von den Diskussionen, die der Film erzeugt hat aufgenommen und ein Buch geschrieben: »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen - Ein Handbuch für Unerschrockene«. Darin geht sie auf die häufigsten Reaktionen ein und entwickelt einen konsistenten strategischen Vorschlag, wie wir genügend Geschlossenheit und materielle Macht aufbauen können, um den Kapitalismus durch eine nachhaltige, vernünftige Produktionsweise zu ersetzen und die Klimakatastrophe einzudämmen.
In Anwesenheit der Autorin und Regisseurin Johanna Schellhagen

Sonntag | 15.03. | 19:00 Uhr | BrotfabrikKINO
The True Costs – Der Preis der Mode
USA 2015, 92 min, Dokumentarfilm, R: Andrew Morgan, OmU
Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro. Wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? Der Regisseur macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Der Film zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.
Im Rahmen der Ausstellung »Iris Lorenz Berlin - Gothic, Glitter And Eternity«.

Sonntag | 22.03. | 19:00 Uhr | BrotfabrikKINO
Tailor made Dreams – Maßgeschneiderte Träume
D 2006, 90 min, Dokumentarfilm, R: Marco Wilms, OmU
Sein Leben lang hat der Maßschneider Issar in Bangkok Europäer mit Anzügen versorgt. Zusammen mit dem deutschen Filmregisseur Marco Wilms fliegt er, nun Rentner, endlich zum Gegenbesuch nach Europa. Überall trifft er Leute, denen er Aufträge für neue Anzüge aufschwatzt. Mit im Gepäck des Womanizers und Bollywood-Fans - der immer auch ein Bollywood-Star sein wollte - abertausend Visitenkarten alter KundInnen und ein romantisiertes Europabild, das sich z.B. aus den in der Schweiz gedrehten Episoden aus seinem Lieblingsfilm »Sangam« speist. Im Laufe seiner Reise träumt der indische Schneider immer öfter Tanz- und Gesangsszenen in die nüchterne Wirklichkeit hinein.
Im Rahmen der Ausstellung »Iris Lorenz Berlin - Gothic, Glitter And Eternity«. In Anwesenheit des Regisseurs Marco Wilms.

Samstag | 28.03. | 18:00 Uhr | BrotfabrikKINO
Ein Traum in Erdbeerfolie – Comrade Couture
D 2009, 84 min, Dokumentarfilm, R: Marco Wilms, OmeU
»Ein Traum in Erdbeerfolie – Comrade Couture« ist eine Reise in die wilde Parallelwelt der Mode-und Überlebenskünstler Ostberlins. Hier konnte man aus der Reihe tanzen, individuell und provokant sein. Wichtigstes Erkennungsmerkmal der Szene war der persönliche Style, denn den konnte man zu DDR-Zeiten nicht kaufen. Man musste sich in der Parallelwelt sein individuelles Image selber basteln. Der Film erzählt von den Sehnsüchten, Leidenschaften und Träumen, die im Schatten der Mauer erprobt, gelebt und inszeniert wurden.Regisseur Marco Wilms, damals selbst Model beim Modeinstitut der DDR, zieht los, um dieseseinzigartige Lebensgefühl von ökonomischer Unbeschwertheit und radikalem Anderssein Wollenim Hier und Jetzt wieder entstehen zu lassen. Er sucht die Helden seiner Ostberliner Jugend auf:die Designerin Sabine von Oettingen, den Fotografen Robert Paris und den Stylisten und FriseurFrank Schäfer und erkundet mit ihnen ihr schillerndes Parallelwelt-Leben. Nach zwei Jahrzehntentreffen die Mitglieder und Freunde der legendären Ostberliner Avantgarde-Modetheater »ChicCharmant und Dauerhaft« und »Allerleirauh« wieder zusammen auf einer vom Regisseur MarcoWilms initiierten, »subversiven« Ostblockparty. »Ein Traum in Erdbeerfolie – Comrade Couture« ist ein humorvoller Dokumentarfilm über Kreativität als Lebenselixier – und die nie endende Sehnsucht nach individueller Freiheit.
Im Rahmen der Ausstellung »Iris Lorenz Berlin - Gothic, Glitter And Eternity«. Mit anschließendem Gespräch zwischen Kuratorin Petra Schröck und Regisseur Marco Wilms


Zusätzliche Informationen

Informationen zur Barrierefreiheit

Das BrotfabrikKINO liegt im EG und ist bar­rie­re­frei zu errei­chen.
WC: Ein zuge­las­se­nes WC für Roll­stuhl­fah­rer:innen ist vor­han­den.

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