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Ein Gespräch zwischen Christine Howald und Nicola Kuhn

Ab Sommer 1900 schlug eine Acht-Nationen-Allianz in China die antiwestliche Aufstandsbewegung Yihetuan brutal nieder und plünderte Paläste, Tempel und Privathäuser.

Noch heute finden sich Spuren des Boxerkrieges (1900/1901) im nationalen und individuellen Gedächtnis und unseren öffentlichen wie privaten Sammlungen.


Die Journalistin Nicola Kuhn und die Historikerin Christine Howald nehmen die Ausstellung „Currents“ von Charlotte Ming Yangkun Shi am Forschungscampus Dahlem zum Anlass, sich mit der deutschen Beteiligung am Boxerkrieg sowie dessen langfristigen politischen und kulturellen Nachwirkungen auseinanderzusetzen.

Auftakt bildet eine historische Kontextualisierung des Krieges und seiner transnationalen Dimensionen durch Christine Howald, Leiterin des deutsch-chinesischen Verbundprojektes „Spuren des ‚Boxerkrieges‘ in deutschen Museumssammlungen“.

Anschließend stellt Nicola Kuhn ihre Publikation „Der chinesische Paravent: Wie der Kolonialismus in deutsche Wohnzimmer kam“ vor, in der sie die Zirkulation chinesischer Objekte in deutschen Sammlungs- und Alltagskontexten untersucht. Im vertiefenden Gespräch reflektieren Howald und Kuhn koloniale Aneignungspraktiken, die Wege von Plündergut und gegenwärtige Debatten um den Umgang mit dem kolonialen Erbe.

Eine anschließende Diskussion eröffnet dem Publikum die Möglichkeit zum Austausch. Zum Ausklang lädt der Forschungscampus zu einem Empfang ein.


  • Eintritt frei
  • Um Anmeldung wird gebeten
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