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»Nichts wird so fest geglaubt, wie das, was wir am wenigsten wissen«, meinte ein Philosoph vor 500 Jahren. Dieses Prinzip machten sich durch die Jahrhunderte Geheimdienste zu eigen.

Geheimdienste verbreiteten zielgerichtet Gerüchte und Lügen über Personen, die sie öffentlich bloßstellen, ausschalten oder denunzieren wollten. Auf diese Weise wurden und werden vornehmlich Oppositions- und Widerstandsgruppen zerschlagen. Die Methode heißt »Zersetzung«.

Ein heißes Eisen, worüber in Nachrichtendiensten wenig bekannt ist, in Deutschland zumindest heute. Die Staatssicherheit der DDR hatte jedoch mit dieser Methode kein Problem. Oppositionsgruppen, Schriftsteller oder renitente Systemkritiker mussten das oft leidlich erfahren.

Wolfgang Schmidt, einst selbst Mitarbeiter der Staatssicherheit hat nun in einem Buch untersucht, wie diese Methode in der Vergangenheit und Gegenwart eingesetzt wurde und wird. Die »operative Psychologie« funktioniert heute auch als »Fake News«, als probates Instrument zur Erzeugung von Feindbildern. Doch ist das alles Zersetzung? Und mit welchen Methoden arbeitet eigentlich der Verfassungsschutz? Gehört Zersetzung auch zum Besteckkasten zum Schutz der Demokratie? Und wie kontrolliert das Parlament den Verfassungsschutz bei seiner Arbeit?

TEILNEHMENDE

  • Prof. Dr. Uwe Backes, Politologe
  • Wolfgang Schmidt, ehem. MfS, Autor
  • Benedikt Lux, Bündnis 90/Die Grünen, MdA Mitglied im Ausschuss für Verfassungsschutz

MODERATION

  • Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs, Politologe
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