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Fluchthilfe und Schicksale an der Berliner Mauer

Der Berliner Unterwelten e.V. ist immer gut für kreative Neuerungen: Einer der erfolgreichsten Fluchthelfer, Burkhart Veigel, berichtet in einem Vortrag und anschließendem Gespräch über seine Aktivitäten an der Berliner Mauer, bei denen er zwischen 1961 und 1970 etwa 800 Flüchtlingen zur Freiheit verhelfen konnte.


Drei seiner Touren wurden von der Staatssicherheit (Stasi) nie in flagranti aufgedeckt: Die legendäre »Doppelgänger-Tour«, bei der ein Fluchthelfer mit einem Trick zweimal durch die Grenzkontrolle ging und so einen registrierten Ausweis für einen Flüchtling erhielt – auf diese Weise kamen etwa 100 Menschen in den Westen; die Fluchten mit einem Cadillac, bei denen jeweils ein Flüchtling, versteckt im Armaturenbrett, über die Grenze geschmuggelt wurde – etwa 200 Flüchtlinge in drei Jahren; und die »Franzosen-Tour«, bei der ein französischer Alliierter bis zu 14 Flüchtlinge in einer Tour über die Grenze bringen konnte – so kamen in vier Jahren etwa 250 Flüchtlinge von der DDR in die BRD. 

Burkhart Veigel kehrte nach 37 Jahren als niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg in Stuttgart 2007 nach Berlin zurück, um über das Thema Flucht und Fluchthilfe zu recherchieren und zu schreiben.
Daraus sind u.a. zwei Bücher entstanden, »Wege durch die Mauer – Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West« und »FREI«, ein Roman über eine Ost-West-Liebe, den er zusammen mit seiner Frau, der Schriftstellerin Roswitha Quadflieg, geschrieben hat.

Am Ende der Veranstaltung bleibt Zeit für den Verkauf und das Signieren von Büchern.
Zusätzliche Informationen
Treffpunkt: Brunnenstraße 142, 10115 Berlin (nahe U-Bahnhof Bernauer Straße)

Preis: 5,00 €
Termine
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