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Ein Blick in die Taschen und Gedanken von Berlinerinnen

Das Projekt, das Sergei 2017 in seiner Heimatstadt St. Petersburg begann – inspiriert von der kindlichen Neugier auf die Handtasche seiner Mutter –, wurde 2025 im vielfältigen und lebendigen Berlin fortgesetzt; ein idealer Ort für seine „Taschen-Spurensuche“.


Im Laufe des letzten Jahres hat Sergei mehr als 100 Protagonistinnen aus unterschiedlichsten Lebenshintergründen und sozialen Kreisen fotografiert – von einer Frau, die auf der Straße mit einer Drogensucht kämpft, bis hin zu einer Galeristin. Auf diese Weise bietet das Projekt ein eindrucksvolles Porträt des Lebens in einer modernen Großstadt, mit all seinen Freuden und Herausforderungen.

Zusätzliche Informationen

„Was sie bei sich trägt: Ein Blick in die Taschen und Gedanken von Berlinerinnen“

Ein Langzeitprojekt von Sergei Stroitelev, das sich den Identitäten von Berlinerinnen widmet – erkundet durch ihre persönlichen Gegenstände und berührende Geschichten.


Das Projekt, das Sergei 2017 in seiner Heimatstadt St. Petersburg begann – inspiriert von der kindlichen Neugier auf die Handtasche seiner Mutter –, setzte er 2025 im vielfältigen und lebendigen Berlin fort, das sich als idealer Ort für seine „Taschen-Spurensuche“ erwies.


„Handtaschen von Frauen waren für mich schon immer ein Rätsel. Als Kind war ich fest davon überzeugt, dass meine Mutter allerlei magische Dinge mit sich herumtrug – und dazu noch ein paar Ziegelsteine, für den Fall, dass sie die Welt retten müsste. Auch als Erwachsener finde ich Handtaschen kein bisschen weniger rätselhaft. Angetrieben von reiner Neugier beschloss ich daher, Frauen aus meinem Bekanntenkreis sowie Fremde, denen ich auf der Straße begegnete, zu bitten, den Inhalt ihrer Taschen fotografieren zu dürfen. Außerdem bat ich sie, ein Porträtfoto von ihnen machen zu dürfen. Ich habe den Eindruck, dass die Kombination aus dem jeweiligen Porträt und den persönlichen Gegenständen ein eindrucksvolles Bild davon vermittelt, wer diese Frauen sind. Wenn ich durch die Straße gehe, frage ich mich oft, was wohl die eine oder andere Frau in ihrer Tasche hat. Diese kindliche Neugier ist es, die mich antreibt, weiter zu fotografieren. Ich habe erkannt, dass in jeder Frau eine starke Heldin steckt – jemand, deren Geschichte es wert ist, gehört zu werden –, auch wenn manche Frauen darauf bestehen: ‚Meine Sachen sind die langweiligsten der Welt, an mir ist absolut nichts Besonderes!‘ In meinen Kompositionen versuche ich, aus alltäglichen Gegenständen Magie hervorzuzaubern und die Botschaft zu vermitteln, dass jede Frau auf ihre ganz eigene Weise einzigartig ist.“ „Selbst die kleinsten Gegenstände oder Abfallreste erhalten ihren rechtmäßigen Platz, denn auch sie sind wesentliche Bestandteile des Porträts“, sagt Sergei.


Im Laufe des vergangenen Jahres hat Sergei mehr als 100 Protagonistinnen aus unterschiedlichsten Lebenshintergründen und sozialen Kreisen fotografiert – von einer Frau, die auf der Straße mit einer Drogensucht kämpft, bis hin zu einer Galeristin. Auf diese Weise fungiert das Projekt als treffendes Porträt des Lebens in einer modernen Großstadt – mit all ihren Freuden und Schwierigkeiten, Konsummustern und alltäglichen Gewohnheiten, die die Menschen im selben urbanen Raum miteinander verbinden.

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