Di Shkatulkeles
Lyrik reift langsam. Sie bewegt sich irgendwo zwischen Prosa und Lied, zwischen Gebet und Abzählreim – zwischen einer schnellen Notiz im Alltagstrubel und der bewussten, vielleicht sogar nutzlosen Schönheit von Worten als leiser Protest gegen genau diesen Alltag. Lyrik ist das, was übrig bleibt.
Genau so hat Marina Frenk die Gedichte von Katerina Kuznetsova empfunden, als sie sie entdeckte. Katerina Kuznetsova ist jiddische Dichterin, Lehrerin und Kulturaktivistin in Berlin. Ihre Texte, veröffentlicht unter anderem in „Yiddishland“, „Di goldene pave“ und „Birobidzhaner shtern“, bringen frische Energie und neue Perspektiven in die zeitgenössische jiddische Literaturszene.
Die in jiddischer Sprache geschriebenen Gedichte inspirierten Marina Frenk zu eigenen Melodien, die sie mit Lisa Hoppe und Paul Brody weiterentwickelte. Auch Hoppe vertonte weitere Texte – und so entstand ein Liederzyklus zwischen Ballade und Witz, Widerspruch und Jazz, mit Anklängen an Klezmer, improvisierter Sprech-Performance und klassischem Lied.
Gemeinsam begeben sich Di Shkatulkeles – Paul Brody, Christian Dawid, Marina Frenk, Lisa Hoppe und Daniel Stawinski – auf eine verspielte, musikalische Reise in den Kern jiddischer Gegenwartslyrik. In das, was bleibt oder beinahe vergessen wurde – und doch erinnert, gelernt und immer wieder neu erfunden werden kann.
Vegn paradoksn fun tsayt!
Einlass: 19:30 Uhr.
Zusätzliche Informationen
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