Der Abend präsentiert Kurzstücke, die aus individuellen Rechercheprozessen hervorgegangen sind und Einblicke in die Fragestellungen, Arbeitsweisen und künstlerischen Sprachen der Absolvent:innen geben.
Die Arbeiten markieren einen persönlichen Moment des Suchens, Erprobens und Verdichtens der eigenen choreografischen Praxis.
Der Titel UMWEGE versteht sich dabei als Möglichkeitsraum für neue Perspektiven, unerwartete Begegnungen und die Erfahrung, dass Erkenntnis selten geradlinig entsteht. Die Arbeiten dieses Abends folgen keinen eindeutigen Antworten, sondern bewegen sich entlang von Fragen, Brüchen und offenen Prozessen. Sie laden dazu ein, Bewegung als Form des Denkens und Choreografie als Raum für Reflexion, Begegnung und Imagination zu erleben.
Ausgehend von ihren individuellen künstlerischen Interessen und Perspektiven erforschen die Absolvent:innen Themen wie zwischenmenschliche Beziehungen, Nähe und Distanz, Rhythmus als verbindendes und strukturierendes Element sowie gesellschaftliche und soziopolitische Fragestellungen. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit Identität, Erinnerung, Fürsorge, Machtverhältnissen oder den Beziehungen zwischen Körper, Raum und Zeit.
Ebenso vielfältig sind die Methoden und Bewegungssprachen, die dabei sichtbar werden.
Improvisation, Komposition, somatische Praktiken sowie der Einsatz von Stimme, Sprache, Musik oder visuellen Medien bilden Ausgangspunkte für eigenständige choreografische Ansätze. Manche Arbeiten entstehen aus präzisen formalen Setzungen, andere aus intuitiven oder kollaborativen Prozessen.
Gemeinsam ist ihnen das Verständnis von Bewegung als Forschungsinstrument und Choreografie als offene, experimentelle Praxis. Sie laden das Publikum dazu ein, den Reichtum zeitgenössischer Choreografie in all ihrer Vielschichtigkeit zu erleben.
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