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Berlins Straßennamen und ihre Geschichte

Straßennamen scheinen selbstverständlich – dabei sind sie das Ergebnis politischer Entscheidungen, gesellschaftlicher Aushandlungen und mitunter hitziger Debatten.

Die neue Sonderausstellung des Mitte Museums nimmt Berlins Straßengeschichte unter die Lupe und fragt: Was verrät ein Straßenname über die Zeit, in der er vergeben wurde? Und was sagt es über uns, wenn wir ihn beibehalten – oder ändern?

Die Ausstellung ist Teil von umbenennen?! - einem auf zwei Jahre angelegten Ausstellungsprojekt, das zwölf Berliner Bezirks- und Regionalmuseen gemeinsam realisieren. Das Aktive Museum koordiniert das Projekt und begleitet das Vorhaben als Kooperationspartner. Jedes Bezirksmuseum ergänzt die gemeinsamen Module um einen spezifischen lokalhistorischen Schwerpunkt.

Der Bezirk Mitte bietet dafür einen besonders aufschlussreichen Ausgangspunkt: Als innerstädtischer Bezirk, der frühere Ost- und West-Berliner Bezirke vereint, sind hier Kontinuitäten und Brüche besonders greifbar. Manche Straßennamen aus der NS-Zeit oder der DDR existieren bis heute – während andere, scheinbar unverfängliche längst geändert wurden. Warum? Wer entscheidet das, und wie? Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte von Initiativen, Vereinen und engagierten Bürger*innen, die Umbenennungsprozesse angestoßen, begleitet oder auch verhindert haben.

umbenennen?! versteht sich als Debattenbeitrag: Inwieweit spiegeln sich politische Machtverhältnisse in der Benennung von Straßen und Plätzen wider? Welches demokratische Potenzial bergen moderierte Diskurse über Umbenennungen? Und welche Formen von Identifikation ermöglichen Straßennamen überhaupt?

Die Ausstellung wird am 21. Mai eröffnet und ist im Anschluss vom 22. Mai bis 27. September 2026 im Mitte Museum zu sehen.

Zusätzliche Informationen
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