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– Die paradoxe Beziehung zwischen Rudolf Herrnstadt und Hermann Henselmann

Der Chefredakteur des Neuen Deutschlands, Rudolf Herrnstadt, und der Architekt Hermann Henselmann werden oft als Gegenspieler in einem erbitterten Kampf um den Baustil in der jungen DDR gesehen.



Diese Sicht scheint der Artikel «Über den Baustil, den politischen Stil und den Genossen Henselmann» vom 29. Juli 1951 von Herrnstadt im Neuen Deutschland zu belegen. In diesem fordert Herrnstadt einen «fortschrittlichen Baustil» des sozialistischen Realismus und greift die führenden Architekten, insbesondere Henselmann, für ihre «formalistischen» Entwürfe und Einstellungen scharf an.

Der Artikel wurde damals republikweit rezipiert und wird bis heute immer wieder zitiert, schließlich gilt er als der fulminante Höhepunkt des sogenannten «Formalismusstreits». Aber war die Beziehung tatsächlich so angespannt, wie der Artikel vermuten lässt? Oder war die öffentliche Konfrontation eher ein geschickter Schachzug zum gegenseitigen Vorteil?


Darüber diskutieren Florentine Anders, Autorin des Romans Die Allee, und der Architekturtheoretiker und Künstler Clemens Helmke. Anhand von Episoden beleuchten sie die komplexe Beziehung von Herrnstadt und Henselmann.

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