Die Ausstellung widmet sich dem Wohnen in der Einwanderungsstadt, der „Arrival City“.
Wie richten sich Menschen im Provisorium ein? Und wie spiegeln Einrichtung und Geschmack den Prozess des Ankommens wider?
Wohnen ist ein grundlegendes Bedürfnis und zugleich Ausdruck von Erinnerung und Identität. Im Kontext von Migration wird es jedoch oft zur Herausforderung – geprägt von Aufbruch, Ankunft und improvisierten Lösungen.
Nach 1945 war in Deutschland viel Wohnraum zerstört. Arbeitsmigrant:innen lebten in den 1950er- bis 1970er-Jahren teils unter prekären Bedingungen, etwa in Baracken oder ehemaligen Lagern. Auch spätere Unterkünfte – für Vertragsarbeiter:innen in der DDR oder für Asylsuchende in den 1990er-Jahren – waren häufig von Enge und Provisorium bestimmt.
Migration bedeutet immer auch, sich einen Ort zu schaffen: ein Zimmer einzurichten, Möbel aufzustellen. Diese Dinge verweisen auf soziale Verhältnisse und machen die politische Dimension des Wohnens sichtbar. Gleichzeitig kann Wohnen selbst unter schwierigen Bedingungen ein Gefühl von Zuhause entstehen lassen.
Die Ausstellung „Tapetenwechsel“ ist Teil des Themenschwerpunkts Migration am Stadtmuseum Berlin. Dazu gehört auch die Ausstellung „Geteiltes Leben“, die ab dem 10. September 2026 im Museum Ephraim-Palais künstlerische Perspektiven auf Migration und Exil seit den 1970er-Jahren zeigt.
- Gastkurator:innen: Burcu Dogramaci und Manuel Gogos
Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten
- Di – So | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen)
- Mo geschlossen
abweichende Öffnungszeiten:
Mi | 20.05. | 10 – 14:30 Uhr (Betriebsversammlung)
Mo | 25.05. | 10 – 18 Uhr (Pfingstmontag)
So | 21.06. | 10 – 22 Uhr (Museumsfest, Fête de la Musique)
Sa | 29.08. | 10 – 2 Uhr (Lange Nacht der Museen)
Do | 24.12. | geschlossen (Heiligabend)
Fr + Sa | 25. + 26.12. | 12 – 18 Uhr (1. + 2. Weihnachtstag)
Do | 31.12. | geschlossen (Silvester)
Fr | 01.01.2027 | 12 – 18 Uhr (Neujahr)