Literatur LIVE
Gemeinsam alt werden – zwischen Trennungsraten, Polyamorie und der Sehnsucht nach dem nächsten ›Match‹ wirkt das wie ein überkommenes Lebensmodell, das man eher aus Pflicht erfüllt: wegen der Kinder, der gemeinsamen Wohnung oder aus Gewohnheit. Doch was, wenn genau dort, im vermeintlich Unzeitgemäßen, eine übersehene Form von Freiheit steckt?
In Auseinandersetzung mit Søren Kierkegaard, der die Freiheit der Bindung philosophisch zu begründen versuchte, aber selbst nie heiratete, schaut die Autorin und Philosophin Svenja Flaßpöhler auf ihre eigene Ehe und dorthin, wo moderne Beziehungen am empfindlichsten sind: in die Zone des Konflikts zwischen Mann und Frau, zwischen Gewohnheit und Lust, zwischen Realität und dem Reiz des Möglichen.
Gerade hier, in der Möglichkeit zu gehen, entdeckt Svenja Flaßpöhler die Voraussetzung eines freien Bleibens. Nicht aus Konvention oder Zwang, sondern als bewusste Wahl, den Konflikt zu wagen – auch mit sich selbst. Eine lebendige, konkrete Philosophie, die aus der persönlichen Erfahrung heraus entwickelt, was es bedeutet, aus Freiheit ein Leben zu teilen. Ein flammendes Plädoyer für die feste Zweierbeziehung.
Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin, Chefredakteurin des Philosophie Magazin sowie Gründerin des neuen Berliner Philosophie-Festivals »Philo.live!«. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Klett-Cotta ihr Bestseller „Sensibel“. Ihre Werke wurden u. a. für den Tractatus-Preis nominiert und mit dem Arthur-Koestler-Preis ausgezeichnet.
„Zusammenbleiben. Von der Freiheit fester Bindungen“ erscheint am 12.09.2026 im Klett-Cotta Verlag, 288 Seiten.
- Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Klett-Cotta Verlag und der Thalia Buchhandlung.
Zusätzliche Informationen
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