Die gesamte Ausstellung kann in 3D erlebt werden, indem Sie auf den obenstehenden Button-Link zu „SURGE“ klicken oder auf dem Link
Mit „SURGE“ richtet Ian Jones seine Kamera auf die Welt unmittelbar um ihn herum: die Stadt, ihre Denkmäler und Architektur, ihre Menschen und Begegnungen, ihre Gärten und den weiten Himmel. Theater, Bühnen und Oper treten neben Alltagsszenen in Erscheinung und schaffen eine visuelle Welt, in der sich das Gewöhnliche und das Außergewöhnliche ständig überschneiden.
Jones beginnt jedes Werk mit seiner eigenen Originalfotografie. Sein instinktives Gespür für Licht, Komposition und die Flüchtigkeit eines Augenblicks ermöglicht es ihm, Szenen mit einer unmittelbaren Atmosphäre einzufangen. Diese Fotografien bilden dann die Grundlage für einen Prozess der digitalen Transformation.
Durch Bildbearbeitung und KI-Technologien verändert, intensiviert und interpretiert Jones die Originalbilder neu und schafft so Werke, die zwar in der Fotografie verwurzelt bleiben, sich aber über die fotografische Realität hinausentwickeln.
Das Ergebnis ist ein Werk, das üppig und lebendig ist und vor Farbe und Licht nur so strotzt.
Architektonische Formen können an Dramatik gewinnen; Gärten und der Himmel erhalten eine fast übernatürliche Leuchtkraft; Figuren und Begegnungen bekommen einen theatralischen Charakter. Die Stadt selbst wird zur Bühne – ein Ort, an dem Menschen, Bauwerke, Natur und Licht ständig in flüchtigen Kompositionen zusammenkommen.
Der Titel „SURGE“ spiegelt dieses gesteigerte visuelle Erlebnis wider. Er deutet auf eine plötzliche Bewegung von Energie oder Emotion hin und spiegelt Jones’ Ansatz wider, einen eingefangenen Moment in etwas Weitreichenderes zu verwandeln. Anstatt lediglich festzuhalten, was er sieht, folgt er dem Bild über seine ursprünglichen Grenzen hinaus und lässt Intuition und Technologie neue Möglichkeiten gestalten.
Im Zentrum von Jones’ Schaffen steht der Akt des Sehens. Seine Fotografien gehen von realen Begegnungen und spontanen Momenten aus, doch seine anschließenden Transformationen entführen den Betrachter in einen subjektiveren und fantasievolleren Bereich – zwischen dem Vertrauten und dem Surrealen.
Jones’ Werk spiegelt sein anhaltendes Interesse an Kunstgeschichte, Reisen, Gemeinschaft, Natur und zwischenmenschlichen Beziehungen wider. Seine Sensibilität für das Vergängliche ermöglicht es ihm, visuelle Möglichkeiten im Alltäglichen zu entdecken – erweitert um Beobachtungen in neuen Formen.
SURGE ist letztlich eine Ausstellung über Wahrnehmung: über den Moment, in dem aus Sehen Vorstellen wird, in dem ein Foto mehr als nur eine Aufzeichnung ist und in dem die vertraute Welt plötzlich verwandelt erscheint.