Premiere
Der Abend vereint zwei neue Werke, die in enger Zusammenarbeit mit demselben Ensemble entstanden und kontrastierende, aber miteinander verbundene Perspektiven darstellt.
Too Busy Too Burn, choreografiert von Laura DeAngelis, untersucht Burnout als selbstzerstörerischen Kreislauf, der von Produktivität, Wiederholung und äußerer Bestätigung angetrieben wird. Durch eine installationsbasierte Aufführung erschöpfen sich die Tänzer:innen beim Versuch, eine Struktur mit einem Feuerzeug zu zerstören, das keinen Brennstoff mehr hat. Gefangen in vergeblicher Arbeit, während Leichtigkeit und Sanftheit unerreichbar bleiben. Das Werk reflektiert über die Erschöpfung im Spätkapitalismus und den Verfall des Selbstwertgefühls durch Überbestimmung.
Banquete Caribe, von der venezolanischen Choreografin Naia Urresti, bietet eine Gegnperspektive, die in lateinamerikanischem Denken und verkörpertem Ritual verwurzelt ist. Inspiriert von den Schriften von Alejo Carpentier und Oswald de Andrade, untersucht das Stück Chaos als Quelle der Vitalität und nicht des Verfalls. Durch Bewegung, Rhythmus und kollektive Präsenz verkörpern die Performer Instabilität als kreative Kraft – an Orten, wo Identitäten sich überschneiden, Strukturen sich auflösen und neue Formen entstehen. Der Körper wird zu einem Territorium des Widerstands, des Widerspruchs und der Offenbarung. Zusammen bilden die beiden Werke ein einstündiges Programm, das sich von Erschöpfung zu Regeneration, vom Zusammenbruch als Erschöpfung zum Zusammenbruch als Wiedergeburt bewegt.
States of Collapse lädt das Publikum ein, darüber nachzudenken, wie Körper reagieren, wenn Systeme versagen – und welche neuen Möglichkeiten sich in deren Nachwirkung ergeben.
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