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سهراب‌کشی · A stage reading of Bahram Beyzai's play

In Ferdowsis "Schahname" tötet Rostam den jungen Krieger Sohrab, ohne zu wissen, dass er sein eigener Sohn ist. Bahram Beyzais Sohrabkoshi setzt bei einer härteren Prämisse an: Was, wenn er es wusste?


Schon der Titel ist eine Anklage. Nicht Rostam und Sohrab, sondern Sohrabkoshi — die Tötung Sohrabs. Ein Name für eine Tat, und für den, der sie beging.


Sohrabkoshi, 2010 veröffentlicht und geschrieben von Bahram Beyzai — einer der prägendsten Figuren des iranischen Theaters und Kinos —, kehrt zur erschütterndsten Episode des Schahname zurück und öffnet sie noch einmal wie einen nie ordentlich verhandelten Fall. Beyzais Rostam weiß von Anfang an, dass er einen Sohn hat. Was folgt, ist weniger ein Zweikampf als ein Bericht aus dem Hintergrund: Nachrichten, die zu spät oder gar nicht ankommen, höfische Interessen, denen der Tod eines jungen Mannes stillschweigend dient, und die vielen Hände, die an einer Tötung mitwirken, ohne je eine Waffe zu berühren.


Eine szenische Lesung reduziert das Theater auf seine zwei unverzichtbaren Elemente: den Text und die Stimme. Kein Bühnenbild, keine Kostüme, kein Spektakel — drei Vortragende und eine der rhythmisch anspruchsvollsten persischen Theatersprachen des letzten halben Jahrhunderts.

Beyzais Sprache ist dicht, formal und zutiefst musikalisch; laut gesprochen leistet sie das meiste von dem, was sonst ein Bühnenbild übernimmt.


IN PERSISCHER SPRACHE

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September 2026
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