Georg Friedrich Händel
Die Musik Händels kann einem unter die Haut kriechen – und das erst recht, wenn sie so anrührend und glaubwürdig bebildert wird wie in Barrie Koskys Inszenierung der Semele. Kosky rückt die in Händels Oratorium agierenden Götter ganz nah an uns heran, indem er sie als in dem von ihnen geschaffenen Regelwerk ebenso verstrickt zeigt wie die Menschen.
Jupiter verfällt der über die Maßen schönen Königstochter Semele ebenso wie sie dem Göttervater. Nichts wünscht sich Semele mehr, als ihn einmal in seiner wahren Gestalt erleben zu dürfen. Erst, wenn er sich ihr in seiner ganzen Göttlichkeit zeigt, empfindet sie sich als ihm ebenbürtig. Semeles Ehrgeiz wird von Jupiters eifersüchtiger Gattin Juno noch geschürt, führt sie jedoch ins Verderben. Die Sterbliche Semele hat der versengenden Präsenz Jupiters nichts entgegenzusetzen. Semele muss vergehen und Jupiter schreitet voran.
3 h 30 min inkl. Pause
Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler:innen
Alessandro Carletti (Licht)
David Cavelius (Chöre)
Barrie Kosky (Inszenierung)
Natacha Le Guen de Kerneizon (Bühnenbild)
George Petrou (Musikalische Leitung)
Carla Teti (Kostüme)
Tamara Heimbrock (Spielleitung)
Sarah Brady (Semele)
Mingjie Lei (Jupiter / Apollo)
Nils Wanderer (Athamas)
Alice Coote (Juno)
Susan Zarrabi (Ino)
Sarah Gilford (Iris)
Philipp Meierhöfer (Cadmus)
Daniel Noyola (Somnus / Priester)
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin (Chor)
Orchester der Komischen Oper Berlin (Orchester)