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Wie fühlt es sich an, vom Mond verführt zu werden, der sich nachts über den Balkon ins Zimmer schleicht? Was soll sie bloß tun, als sie plötzlich Lust bekommt, ihre beste Freundin abzulecken? Wie war das noch damals mit ihm, als sie jung war – so viele Jahre, bevor sie sich in ihrem Familienalltag verlor? Kann es gutgehen, mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig zu führen?

Und kann der Geschmack von Pralinen an die Liebe in den Trümmern einer Stadt erinnern?


Lustvoll und entlarvend erkundet Marta Dzido in ihren neun Erzählungen unterschiedliche Facetten von Liebe, Erotik und Sinnlichkeit. Beeindruckend schreibt sie aus verschiedenen Perspektiven – mal aus dem Hier und Jetzt, mal im Rückblick, mal aus Frauen-, mal aus Männerperspektive – über die widersprüchlichen Gefühle und Erfahrungen, die mit Begehren und Zuneigung einhergehen. Dabei zeigt sie, welche sozialen Normen der 1990er-Jahre in Polen ihre Figuren bis ins Erwachsenenalter prägen und wie befreiend es sein kann, sie hinter sich zu lassen.


An dem Abend stellt Marta Dzido ihren Erzählband »Schweinebaumeln« (2025) vor. Über die Arbeit an der Übersetzung berichtet Antje Ritter-Miller, die die deutschen Passagen lesen wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Verlegerin Sarah Käsmayr. Dolmetscherin des Abends ist Agnieszka Grzybkowska.


Marta Dzido (*1981) ist Schriftstellerin, Regisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane, sowie das Sachbuch »Women of Solidarity«. Ihr 2018 erschienener Roman »Frajda« wurde mit dem »Literaturpreis der Europäischen Union« ausgezeichnet.


Antje Ritter-Miller (*1975) studierte Polonistik, Philosophie und Osteuropastudien in Berlin, Warschau und Wrocław. Sie ist Übersetzerin aus dem Polnischen, unter anderem von Sylwia Chutnik, Dorota Danielewicz und Klementyna Suchanow.


Sarah Käsmayr (*1987) arbeitet als Buchgestalterin und Grafikerin und leitet als Co-Verlegerin gemeinsam mit ihrem Vater Benno Käsmayr seinen 1970 gegründeten Maro Verlag in Augsburg. Seit 2021 ist sie im Vorstand der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.


Agnieszka Grzybkowska lebt in Berlin, hat Germanistik und Niederlandistik an der Universität Warschau studiert. Arbeitet als freie Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin mit dem Schwerpunkt Kultur, Literatur, Film und Theater sowie Politik, Geschichte und Wirtschaft in Berlin.

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