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Die andere deutsche Kunst 1933-1945

Die Ausstellung „Schatten Reich“ widmet sich Künstler:innen wie Willi Baumeister, Jeanne Mammen und Alexej von Jawlensky, die ihre abstrakte Kunst auch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 weiterentwickelten oder sich der nichtgegenständlichen Kunst neu zuwandten.


Trotz künstlerischer Diffamierung und fehlender Ausstellungsmöglichkeiten setzten sie ihre Arbeit im nationalsozialistischen Deutschland der 1930er- und frühen 1940er-Jahre fort.


Die Moderne im Schatten des Nationalsozialismus


Die Wahrnehmung der deutschen Kunst der 1930er- und 1940er-Jahre ist bis heute stark vom nationalsozialistischen Kampf gegen die sogenannte „Entartete Kunst“ geprägt. Unter diesem Begriff diffamierten die Nationalsozialisten nahezu die gesamte künstlerische Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, deren Werke nicht ihren ideologischen Vorstellungen einer arisch-deutschen, naturalistischen Kunst entsprachen. Dennoch bedeutete das Jahr 1933 nicht das Ende der deutschen Moderne. Vielmehr entwickelte sie sich im Verborgenen weiter.


Wer Mitte der 1930er-Jahre in Deutschland entgegen der nationalsozialistischen Doktrin der ästhetischen Gleichschaltung weiterhin abstrakt arbeitete, musste mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Ausstellungsverbote und der Ausschluss aus öffentlichen Ämtern gehörten zu den möglichen Folgen. Angesichts der politischen Repressionen sahen sich zahlreiche Kunstschaffende gezwungen, ihre Arbeiten zu verharmlosen, ihre künstlerische Tätigkeit einzustellen oder sich und ihre Werke durch die Flucht ins Exil zu schützen.


Künstlerisches Schaffen zwischen Anpassung und Verfolgung


Zunächst stellt die Ausstellung exemplarisch Künstler:innen vor, die Deutschland nach 1933 verließen, darunter Kurt Schwitters, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Im Mittelpunkt stehen jedoch jene Kunstschaffenden, die trotz der nationalsozialistischen Verfemung der Moderne in Deutschland blieben und ihre künstlerische Arbeit fortsetzten.


Das Festhalten an einer abstrakten Formensprache war dabei nur selten als bewusster Widerstand gegen die nationalsozialistische Kulturpolitik zu verstehen. Vielmehr lagen dieser Entscheidung unterschiedliche persönliche und künstlerische Beweggründe zugrunde.


Vielfalt abstrakter Kunst während der NS-Zeit


Wie vielfältig sich die abstrakte Kunst in Deutschland auch während der nationalsozialistischen Herrschaft entwickelte, verdeutlicht die Ausstellung anhand unterschiedlicher künstlerischer Positionen. Das Spektrum reicht von den mythisch-abstrakten Werken Willi Baumeisters und Fritz Winters über die expressiven Arbeiten von Alexej von Jawlensky und Jeanne Mammen bis zu den experimentellen Fotografien Marta Hoepffners.


Ergänzt wird die Präsentation durch die organischen Skulpturen Karl Hartungs, die abstrakten Textilarbeiten Woty Werners sowie die geometrischen Konstruktionen des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner und der ehemaligen Bauhaus-Künstlerin Ella Bergmann-Michel. Gemeinsam vermitteln die Werke einen Eindruck von der bemerkenswerten Vielfalt abstrakter Ausdrucksformen, die trotz politischer Repressionen in Deutschland fortbestanden.


  • Kuratiert von Maike Steinkamp und Florian Illies
  • Assistenzkuratorin: Noor van Rooijen
  • Ausstellungskoordination: Luna Mignani

Dieses Projekt wurde gefördert durch: die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (Katalog), die Berthold Leibinger Stiftung (Ausstellung), die Ernst von Siemens Kunststiftung (Ausstellung), die Willi Baumeister Stiftung (Ausstellung), sowie die Deutsche National Stiftung / ZEIT STIFTUNG BUCERIUS (Vermittlungsprogramm).




  • Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

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Zusätzliche Informationen

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  • Dienstag, 10 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag, 10 bis 20 Uhr
  • Freitag, 10 bis 18 Uhr
  • Samstag, 10 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 10 bis 18 Uhr

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