Der so entstehende Ort ist für manche existenzielle Notwendigkeit, für andere Experimentierfeld oder ein letzter idealistischer Versuch.
Der Roman „Werkstadt“ ergründet dieses Soziotop multiperspektivisch. Die Protagonisten Lena, Henry, Dina und Walter, deren Lebensumstände und Vorstellungen sich stark unterscheiden, verhandeln elementare Fragendes sozialen Miteinanders in einer neoliberalen Welt der Vereinzelung.
Die „Werkstadt“ wird zum Text und Ort einer Utopie, die sich keine nahe oder ferne Zukunft imaginiert, sondern das Undenkbare hier und heute zu vergegenwärtigen versucht und damit auch Fragen nach dem utopischen Schreiben selbst aufwirft.
Felix Geiser, geboren 1991 in München, lebte nach einem Soziologiestudium für einige Zeit in Barcelona und Mexiko-City, bevor es ihn für den Master Literarisches Schreiben und Lektorieren nach Hildesheim verschlug. Seine Texte erschienen bereits in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften. Er ist Mitherausgeber der ultraromantischen Anthologie ›Reizüberflutung‹ (2019), war als Redaktionsmitglied für das Podcast-Format ›Litradio‹ tätig und realisiert, zusammen mit anderen Kreativen, das ›Blade Festival‹. 2020 war er Schwazer Stadtschreiber, 2021 Stipendiat der VG Wort und 2023 verbrachte er einen Aufenthalt in der Kunsteremitage am Rietzer Berg. Felix Geiser lebt und arbeitet als Schriftsteller, freier Lektor sowie als Mitglied eines Kneipenkollektivs in Berlin.
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