Uraufführung
Und Pinocchio will alles sofort herausfinden. Schon zieht er los, als Erstes natürlich zur Schule. Das kann doch nicht so schwer sein, denkt Pinocchio: Heute lesen, morgen schreiben, übermorgen fertig. Wenn nur der Weg dorthin nicht so aufregend wäre! Da gibt es den Fuchs und die Katze, die wissen, wo Gold wächst. Oder das bunte Spielzeugland, wo alles erlaubt ist. Pinocchio folgt tausend Abzweigungen, bis er statt vor der Schule am weiten Meer steht.
Und Geppetto? Der wartet auf Pinocchios Rückkehr. Ein Kind wollte er, aber dass es die Welt so ungeduldig auf den Kopf stellt, damit hat er nicht gerechnet. Irgendwann begreift er, dass er selbst aufbrechen muss, um Pinocchio zu verstehen.
In Philipp Löhles Neuerzählung der magischen Abenteuergeschichte treffen überforderte Eltern auf überforderte Kinder und entdecken zusammen, was sie füreinander sein können, wenn sie ihre Erwartungen beiseitelegen.
Regisseur Alexander Riemenschneider bringt „Pinocchio“ als musikalisches Familienstück auf die Bühne.