Artist Talk mit Ketuta Alexi-Meskhishvili
Wie kann die Fotografie etwas enthüllen, das schon immer existierte, aber unbekannt blieb? Diese und viele andere Fragen beschäftigt Ketuta Alexi-Meskhishvili in ihrer künstlerischen Praxis, die sich mit der schwer fassbaren Natur der Fotografie auseinandersetzt.
Durch die Kombination experimenteller analoger Techniken mit digitalen Mitteln schafft Alexi-Meskhishvili kontrollierte Umgebungen, die ihr künstlerische Richtung geben, letztendlich aber dem Zufall in ihren Bildgebungsprozessen Raum geben.
In diesem Gespräch spricht Alexi-Meskhishvili mit Kuratorin Carina Bukuts über die Infragestellung von Autorschaft, die Dunkelkammer als Bühne und Atelier sowie das Konzept des persönlichen und kollektiven Gedächtnisses im Kontext der georgischen Wurzeln der Künstlerin und der sowjetischen Geschichte des Landes – Themen, die auch in ihrer Ausstellung „Georgien“ behandelt werden, die im Rahmen des Gallery Weekend Berlin in der Galerie Molitor eröffnet wird.
Ketuta Alexi-Meskhishvili (geb. 1979 in Tiflis) ist eine georgisch-amerikanische Fotografin, die in Berlin lebt. Ihre Kompositionen inszeniert sie in ihrem Studio oder direkt auf der Oberfläche einer analogen Filmemulsion – eine Art „kamerafreie“ Methode. So entstehen Bilder, in denen die verbliebenen Details dieser bewusst improvisierten Produktion das Sujet prägen. Alexi-Meskhishvili lotet die fließenden Grenzen zwischen Leben und Kunst aus und verschmilzt das Groteske, Poetische, Politische, Humorvolle und Unheimliche zu einer ambivalenten Einheit.
Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Kunsthalle Baden-Baden (2026, geplant), im Kunstverein Braunschweig (2025), bei Je Vous Propose, Zürich (2024), bei LC Quiesser, Tiflis (2024), bei backwall in der Kunsthalle Basel (2023), bei Helena Anrather, New York (2023) und in der Galerie Molitor, Berlin (2022) statt. Zu den ausgewählten Gruppenausstellungen zählen die Kunstmeile Hamburg (2025), die Nicoletta Fiorucci Foundation, London (2025), das CCA Berlin (2024) und das SculptureCenter, New York (2024).
Carina Bukuts ist Chefkuratorin der Kunsthalle Wien. Von 2022 bis 2025 kuratierte sie gemeinsam mit Liberty Adrien die Galerie Portikus in Frankfurt. Dort kuratierte sie vielbeachtete Einzelausstellungen von Hassan Khan (2025), Adrian Piper (2024), Tarik Kiswanson (2024), Simone Fattal (2023), Lap-See Lam (2023) und Asad Raza (2022) sowie Gruppenausstellungen mit Werken von Jason Dodge, Trinh T. Minh-ha, Laurie Parsons, Luiz Roque, Slavs and Tatars, Sung Tieu und Cecilia Vicuña u. a. Zuvor war sie Redakteurin bei frieze und gründete PASSE-AVANT, eine Online-Plattform für zeitgenössische Kunst und Diskurs.
Sie ist Mitglied des Kunstkritikerverbands AICA und veröffentlicht regelmäßig in verschiedenen Monografien und Magazinen, darunter frieze, Mousse Magazine und Spike Art Magazine. Darüber hinaus lehrte sie an Institutionen wie der Städelschule, der Goethe-Universität Frankfurt, der Hochschule für Bildende Künste Mainz und der Hochschule für Künste Braunschweig.
IN ENGLISCHER SPRACHE
#GALLERYWEEKENDBERLIN
Zusätzliche Informationen
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