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Gemeinsam mit sechs Berliner Vereinen lädt das Humboldt Forum dazu ein, den Frühlingsbeginn zu feiern – lebendig, vielfältig und mit internationalen Künstler:innen und Traditionen. Das Programm verbindet Musik, Tanz, Workshops sowie Marktangebote und kulinarische Spezialitäten.


Das Nouruzfest – auch Newroz oder Nauroz – markiert seit über 3.000 Jahren den Beginn des Frühlings. Gefeiert wird es zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. oder 21. März. Der Name bedeutet „Neuer Tag“ und steht für Erneuerung, das Erwachen der Natur und die Rückkehr des Lichts.

Weltweit begehen rund 300 Millionen Menschen Nouruz entlang der Seidenstraße, unter anderem Iraner:innen, Afghan:innen, Kurd:innen, Tadschik:innen oder Usbek:innen, sowie Menschen aus Teilen des Balkans und des Kaukasus. Das Fest steht für das Verbindende der Kulturen und gehört seit 2009 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. 2010 haben die Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Nouruz-Tag erklärt.

Im Humboldt Forum – insbesondere im Museum für Asiatische Kunst und im Ethnologischen Museum – werden kulturelle Traditionen, Feste und Alltagspraktiken aus vielen Weltregionen vorgestellt. Dazu zählen auch jene Länder und Kulturräume, in denen Nouruz tief verwurzelt ist, etwa Iran, Afghanistan, Zentralasien und der Kaukasus. So bietet das Forum einen lebendigen Rahmen, um die Vielfalt und Bedeutung dieses traditionsreichen Neujahrs- und Frühlingsfestes erfahrbar zu machen.

WAS SIE ERWARTET

Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm voller Musik, Tanz, Gespräche, kulinarischer Entdeckungen und Angebote für die ganze Familie.

Musikalisches Programm

Mit dabei sind der Sänger Cengîz Yazgî, die Gruppe Orkèstar mit Parham Alizadeh, das transkulturelle Ensemble Tschiltan, die usbekische Musikgruppe Dilfuza Qobilova sowie die gefeierte afghanische Sängerin Wajiha gemeinsam mit Farid Rastagar.

Tanzgruppen aus verschiedenen Kulturen

Erleben Sie unter anderem kraftvolle kurdische Tänze von GovendaKI, ausdrucksstarke Choreografien aus dem persischen Raum von Rahaavi sowie dynamische Tänze aus Afghanistan von der Gruppe HEWAD.

Workshops und Kreativprogramm für alle Altersgruppen

Für junge und ältere Besucher*innen gibt es zahlreiche Angebote zum Mitmachen – vom Drachenbauen über Eier bemalen,  Zöpfe flechten, Henna malen, bis hin zum Blumenkränze binden. Mitmachformate verbinden Kunst, Geschichten und gemeinsames Gestalten. Ein besonderes Highlight ist das Papier-Figuren-Theater „Nowruz auf Papier“ mit Karim Asir, dem international bekannten afghanischen Puppenspieler und Schauspieler – vielen als der „afghanische Charlie Chaplin“ ein Begriff.

Für Kinder ab sechs bietet die Autorin Zilan Sarah Kößler gemeinsam mit der Illustratorin Clara Gilod eine Lesung mit Workshop zu ihrem Kinderbuch JINA an, das die Geschichte von der mutigen jungen kurdisch-iranischen Frau Jina Amini erzählt, die sich gegen Ungerechtigkeit wehrte und eine globale Bewegung für Freiheit und die Rechte von Frauen auslöste.

Kulinarik und Markt

Genießen Sie traditionelle Spezialitäten, entdecken Sie handgefertigtes Kunsthandwerk an den Bazarständen und gönnen Sie sich zwischendurch eine Pause beim Teeausschank. Auch wird Amu Nouruz, eine wichtige Figur der iranischen Volkskultur nicht fehlen und live vor Ort sein.

Über fast ein Jahr hinweg haben Vertreter*innen unterschiedlicher Vereine und engagierte Einzelpersonen zusammengearbeitet, Ideen entwickelt und das Programm gemeinsam gestaltet. Dieses Fest ist eine herzliche Einladung an alle, den Neubeginn zu feiern.

BETEILIGTE

Integrationshelfer Meehr e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2019 in Berlin von der dari- und persischsprachigen Diaspora gegründet wurde. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Integration von Geflüchteten, insbesondere mit iranischer und afghanischer Abstammung. Der Verein organisiert Veranstaltungen, Workshops und Beratungsdienste, die den Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen fördern.

Die GAFCA – German Association for Central Asia e.V. fördert den kulturellen Austausch, die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Deutschland und Zentralasien. Gegründet 2018 von Menschen mit vielfältigem kulturellen und beruflichen Hintergrund, setzt sich der Verein für nachhaltige Projekte in Zentralasien, insbesondere Afghanistan, ein. Ein weiteres Ziel ist die Förderung von Information, Völkerverständigung und einem echten kulturellen Verständnis in Deutschland, basierend auf Toleranz und dem Wunsch, voneinander zu lernen.

Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder ist gemeinnützig tätig und setzt sich für die Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Regionen der Welt und für Bildung und kulturelle Teilhabe in Deutschland ein.

Das Mittani Kunst- und Kulturzentrum e.V. setzt sich vor allem für die Förderung der kurdischen Kunst und Kultur ein. Bênav Mustafa vertritt die beiden Vereine Rojavida und Mittani. Er studiert Philosophie und Geschichte auf Lehramt und beschäftigt sich mit Themen wie Kolonialismus, Rassismus, Migration, Islamismus sowie der kurdischen Geschichte und Sprache. Er ist freiberuflicher Dolmetscher und Übersetzer und ist derzeit im bildungspolitischen Bereich bei Ibim e. V. tätig. Er engagiert sich seit sieben Jahren für die Sichtbarkeit der kurdischen Perspektive und hat 2025 gemeinsam mit einigen Freund:innen Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder e. V. gegründet. Zudem war er bereits bei mehreren Veranstaltungen als Kurator, Organisator, Assistenz und Unterstützer aktiv, darunter beim jährlichen Kurdischen Kunst- und Kulturfestival in Berlin und bei der Kurdischen Exilliteratur im Literaturhaus Berlin.

ArtistAsMuse ist ein seit acht Jahren bestehendes kollaboratives Malerduo aus Corinna Gothe und Alexandria Anderson.

Yekmal e.V. ist eine gemeinnützige Migrant:innenselbstorganisation in Deutschland und anerkannter Träger der Jugendhilfe. Der Verein betreibt zwei bilinguale Kindergärten (kurdisch/deutsch) und ist Gesellschafter der Yekmal Akademie gGmbH, die sich für Bildung, Sprache und Forschung einsetzt. Außerdem ist Yekmal e.V. Träger des Netzwerks BEFaN, das Mehrsprachigkeit fördert. Der Verein engagiert sich für die Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Familien, insbesondere durch die Förderung der kurdischen Sprache und Kultur sowie mehrsprachiger Sprachentwicklung. Yekmal e.V. arbeitet für eine offene, inklusive Gesellschaft und unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, damit sie ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen können.

San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der sich der Förderung der zeitgenössischen usbekischen Kunst und Kultur sowie dem interkulturellen Dialog zwischen Usbekistan und Deutschland widmet. Als internationale Kulturplattform initiiert San’at Ausstellungen, Konzerte, Konferenzen, Bildungsprogramme und kulturelle Begegnungen und vernetzt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturinstitutionen beider Länder.

- kostenfrei
- Foyer, Saal 1, EG, Saal 2, EG
- Gehört zu: Beziehungsweise Familie

Zusätzliche Informationen
Termine
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