Geschichte einer verschwundenen Kirche
Die französisch-napoleonische Besetzung Spandaus 1806 entweihte das Gebäude und nutzte es als Schlachthof und Magazin. Auch die preußische Armee behielt danach die ehemalige Kirche als Kaserne im militärischen Gebrauch. Im Jahr der Eingemeindung Spandaus nach Großberlin 1920 wurde der ursprünglich mittelalterliche Bau abgerissen, um neuen Wohnhäusern Platz zu machen. Der ungefähre Standort blieb zwar bekannt, aber es war doch eine kleine Sensation, als die mittelalterlichen Grundmauern der Moritzkirche bei Bauarbeiten 2023 wiederentdeckt wurden.
Das Stadtgeschichtliche Museum Spandau widmet sich mit dieser Ausstellung erstmals umfassend der Geschichte des in Vergessenheit geratenen Gotteshauses. Im Zentrum stehen dabei die 2023/24 dort durchgeführten archäologischen Grabungen und ihre Forschungsergebnisse. Gezeigt werden ausgewählte Originalobjekte – einige aus Gräbern am Kirchhof – und Archivalien, die zum Teil aus dem Mittelalter stammen und nur selten ausgestellt werden können.
Spätere Dokumente, historische Fotografien und digitale Auswertungen der Archäologie geben weitere spannende Einblicke – und werfen die Frage auf, ob auch Spandaus Kirchengeschichte älter ist als die Berlin-Cöllns.
Zusätzliche Informationen
ÖFFNUNGSZEITEN
Sommer (1. April – 30. September)
– Montag-Samstag, 10 – 18 Uhr
– Sonntag, 12 – 18 Uhr
An Feiertagen geschlossen
Winter (1. Oktober – 31. März)
– Montags geschlossen
– Dienstag-Samstag, 10 – 18 Uhr
– Sonntag, 12 – 18 Uhr
Am 24.12., 31.12. und an Feiertagen geschlossen