Kesselhaus
Für das eindrucksvolle Kesselhaus des KINDL entwickelt Mischa Kuball mit boiler house eine ortsspezifische Arbeit, die Gegenwart und Geschichte des Ausstellungsortes miteinander verknüpft.
Im Zentrum steht ein System rotierender Spiegel, die die Leere des Raumes in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfahrbar machen: Langsame Rotation dehnt den Raum, schnelle zerlegt ihn in flüchtige Splitter. Ausschließlich über die Bewegung der Reflexionen entsteht so ein Raum, in dem Leere kein Zustand, sondern ein dynamischer Vorgang ist. Durch die Fensterbänder des Kesselhauses erweitert sich dieser Raum in den Außenraum des KINDL: Was im Inneren als fragile Reflexionsarchitektur erscheint, wird draußen zu einer öffentlichen Lichtfigur als Membran zwischen Institution und Nachbarschaft.
Zur Eröffnung wird die Installation durch Sound und Performance mit Interventionen von Severin Black und Abi Asisa aktiviert.
- Kuratorin: Kathrin Becker
Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

