Bhasha Chakrabarti im Gespräch mit der Restauratorin Marika Kesler
Während Museen entlang institutioneller Konzepte sammeln und bewahren, arbeiten Künstler:innen häufig mit Materialien, die ihnen durch familiäre Beziehungen und gelebte Formen der Fürsorge überliefert wurden. Welche Arten von Verantwortung, Formen des Repair und welches Wissen ergeben sich aus diesen unterschiedlichen Beziehungen zu den überlieferten Materialien? Wo stimmen künstlerische und institutionelle Praktiken überein, und wo unterscheiden sie sich grundlegend?
Anlässlich der Ausstellung Archive of Divine Possessions kommen die Künstlerin Bhasha Chakrabarti und die Restauratorin Marika Kesler zu einem öffentlichen Gespräch im TA T zusammen.
Ausgehend von Chakrabartis Ausstellung widmet sich die Diskussion Fragen von Fürsorge, Repair (verstanden nicht als Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustands, sondern als sichtbarer und fortdauernder Umgang mit Verlust, Beschädigung und Veränderung), Konservierung, Materialgeschichten sowie den Möglichkeiten und Grenzen, fragile Hinterlassenschaften zu bewahren.
Archive of Divine Possessions versammelt Textilien und religiöse Objekte aus dem Familienerbe der Künstlerin, die sie durch Praktiken des Archivierens, der Malerei, der Collage, des Bewegtbilds und der räumlichen Anordnung untersucht.
Die Ausstellung eröffnet Fragen nach Berührung, Transformation, Bewahrung und den sich wandelnden Bedeutungen, die Materialien über Generationen und in unterschiedlichen Kontexten annehmen.
Marika Kesler ist Restauratorin am Ethnologischen Museum Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und auf die Konservierung und Betreuung textiler Sammlungen spezialisiert. In ihrer Auseinandersetzung mit kulturell bedeutenden Materialien und deren Geschichten von Nutzung, Erhaltung und Wiederherstellung bringt sie eine eigene Perspektive auf Fragen von Fürsorge und materiellem Erbe ein. Gemeinsam reflektieren Chakrabarti und Kesler unterschiedliche Formen des Umgangs mit geerbten Materialien, von intimen und familiären Beziehungen bis hin zu institutionellen Konservierungspraktiken. Dabei diskutieren sie, wie sich künstlerische und museale Ansätze unterscheiden, überschneiden und voneinander lernen können.
Das Gespräch findet in der Ausstellung statt und wird von Felix Sattler, Leitender Kurator des TA T, moderiert.
IN ENGLISCHER SPRACHE
Zusätzliche Informationen
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