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Ein Doppelabend mit Samaa Wakim und Islam Elarabi

Ein Doppelabend mit Arbeiten von Samaa Wakim und Islam Elarabi, beide Alumni von früheren Ausgaben von “Un|Controlled Gestures”, dessen vierte Edition vom 23. bis 25.4. im HAU3 stattfindet.


Wie ist es, in einem Kriegsgebiet aufzuwachsen? Wenn man jeden Tag den politischen Konflikt einatmet und körperlich spürt? Wie geht man als Kind mit einer solchen Umgebung um?

In ihrem Solo “Losing It” fragt Samaa Wakim, wie diese Erfahrungen ihre Identität geformt haben und wie sich das Trauma vergangener Generationen in ihrem eigenen Körper einschreibt.

“Kannst du die Bomben noch hören? Ich ja.”

Die Choreografin und Performerin Samaa Wakim wuchs in den palästinensischen Gebieten auf. Ihr Alltag war von politischer Spannung und Gewalt bestimmt. Mit Bewegung und Klang ruft sie in “Losing It” Erinnerungen an ihre Kindheit wach – ebenso wie jene imaginierte Welt, die ihr einst als Schutzraum diente. Angetrieben von ihren eigenen Klängen und im Dialog mit einem Live-Soundtrack von Samar Haddad King schwebt sie zwischen Angst und Hoffnung, zwischen den Klängen, die ihr Angst machten, und denen, die ihr Trost spendeten.

Samaa Wakim ist Alumna der ersten Ausgabe von “ Un|Controlled Gestures”, in dessen Rahmen die Arbeit auch entstanden ist. Zudem ist sie Teil der Jury der vierten Edition.Ausgehend vom energiegeladenen Musikstil Mahraganat verbindet Islam Elarabi in seinem Solo “Just One Tile” urbanes Bewegungsvokabular mit zeitgenössischem Tanz.

“Ich komme von einem Ort, an dem eine einzige Fliese eine Bühne sein kann”.Im Untergrund, im Taxi, in Menschenmengen und im Protest etablierte sich der populäre Musikstil Mahraganat Anfang der 2000er Jahre als kraftvoller Ausdruck einer rebellischen jungen Generation und gilt seit dem Arabischen Frühling 2011 als “Sound der Revolution”. Basierend auf der eigenen Lebenserfahrung und dem kollektiven Gedächtnis, verbindet Elarabi in seinem Solo das Bewegungsvokabular des Mahraganat mit zeitgenössischem Tanz. Dabei fordert der ägyptische Choreograf und Tänzer Respekt für eine Kunstform ein, die von Kontrolle und Freiheit genauso erzählt wie von Angst, Frustration und Euphorie.

“Just One Tile” wurde erstmals als Work-in-Progress im Rahmen der dritten Ausgabe von “Un|Controlled Gestures” in Kairo und Berlin präsentiert und entwickelte sich weiter zu einem intimen und doch universellen Porträt von Kampf, Widerstand und Zugehörigkeit.

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