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Brahms "Liebeslieder" | Dvořák "Slawische Tänze"

Der RIAS Kammerchor Berlin singt Brahms. Ein Liebesreigen für Genießer und ein wahres Kabinettstück für die legendären Wandlungskünste des RIAS Kammerchors Berlin.


„Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen“, orakelte Johannes Brahms 1869 beim Anblick der druckfrischen Publikation seines ersten Zyklus von Walzern für Singstimmen und Klavier zu vier Händen. Und sollte nur allzu recht behalten. „Ich spielte sehr glücklich, das Publicum war in wahrem Enthusiasmus“, erinnert sich Clara Schumann an die Uraufführung im völlig überfüllten Wiener Redoutensaal. „Die Liebeslieder – spielte sie mit mir vierhändig – gingen reizend und gefielen sehr.“

So sehr, dass selbst der eher nüchtern verfasste Kunstrichter Eduard Hanslick von einer Musik „wahrlich Süßester Art“ schwärmte und kein abfälliges Wort über Brahms’ Ausflug in volkstümliche, typisch wienerische Gefilde verlieren mochte.

Kein Wunder also, dass sich der vermeintlich so schwerblütige Hanseat fünf Jahre später die Vergnügungsreise einer zweiten, nicht minder erfolgreichen Sammlung gönnte. Auch ihr ist die Lust am Ausloten der unterschiedlichen Eigenarten zwischenmenschlicher Zu- und Abneigungen unschwer anzuhören. Mit viel Charme und Delikatesse nebst gelegentlichen Anflügen von Ironie legt der Komponist die Gefühlswirrnisse in den volksliednahen Gedichten von Daumer und Goethe frei – oft sehnsüchtig im Ton, meist schwelgerisch, auch heiter und mitunter auf prickelnde Weise spöttisch.

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Zusätzliche Informationen
TICKETS
EUR 40 | 35 | 30 | 24


19 Uhr: Öffnung der Abendkasse
19.15 Uhr: Konzerteinführung mit Bernhard Schrammek
Teilnehmende Künstler:innen
Justin Doyle (Dirigent)
RIAS Kammerchor Berlin
Ufuk & Bahar Dördüncü (Klavier)