Das Homopticum kennt die Wahrheit: Alle sind gleich, liegen unter seiner Linse bloß, jede Bewegung wird aufgezeichnet, jeder Blick wiederholt. Die Luft verdichtet sich, etwas verändert sich. Das Homopticum blinzelt.
In Homopticum untersucht der Performer und Choreograf Juan Pablo Cámara, in Zusammenrabeit mit dem bildenden Künstler Andrey Bogush, das Sehen als Praxis von Aufmerksamkeit und Handlungsmacht. In einer Welt, die vom Überwachungskapitalismus geprägt ist – in der Aufmerksamkeit nicht nur manipuliert, sondern durch marktwirtschaftliche Logiken aktiv gestaltet wird –, lädt die Arbeit das Publikum dazu ein, zu entschleunigen und ganz bewusst zu beobachten. Im Zentrum steht die Frage: In welchen Formen nimmt Sehen Gestalt an?
Das Theater wird zu einem häuslichen Raum, den ein augmentiertes Wesen bewohnt – wild, anthropoid, maschinenähnlich. Online- und Offline-Interfaces fungieren zugleich als Hinter- und Vordergründe und rahmen eine Choreografie, die das Fleisch überschreitet. Zwischen Beobachten und Beobachtet-Werden, zwischen Alltäglichem und Spektakulärem, offenbart der ausgestellte Körper Fragilität, Monstrosität und Exzess.
Homopticum legt die psychischen Realitäten eines zeitgemäßen Zustands offen: Die körperliche Selbstbestimmung wird zunehmend untergraben. Durch bewusstes Beobachten kultiviert die Arbeit einen Zustand gesteigerter Wahrnehmung und eignet sich Aufmerksamkeit als zentrales Werkzeug an: des Spürens, Wissens und des Widerstands.
IN ENGLISCHER SPRACHE
Zusätzliche Informationen
In Zusammenarbeit mit Andrey Bogush
Choreografie, Performance: Juan Pablo CámaraLicht, Video: Joseph WegmannSound: Mauro Guz BejarKostüm: Lennard Schnitzler, JU ISHI
Eine Produktion von Juan Pablo Cámara und Andrey Bogush in Koproduktion mit Kiasma Theatre. Mit Unterstützung von Tanzhaus Zürich, Arts Promotion Centre Finland, Finnish Cultural Foundation, Tapiola Artist Studios und DIORAMA Berlin. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Choreografie, Performance: Juan Pablo CámaraLicht, Video: Joseph WegmannSound: Mauro Guz BejarKostüm: Lennard Schnitzler, JU ISHI
Eine Produktion von Juan Pablo Cámara und Andrey Bogush in Koproduktion mit Kiasma Theatre. Mit Unterstützung von Tanzhaus Zürich, Arts Promotion Centre Finland, Finnish Cultural Foundation, Tapiola Artist Studios und DIORAMA Berlin. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
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