Führung im Stadtraum
Der II. Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee (ehemals Stalinallee) zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz macht den Stilwandel hin zur „Magistrale der Moderne” deutlich erfahrbar: Ab 1959 entstand rund um die Schillingstraße und die Berolinastraße ein neues urbanes Zentrum mit dem Kino International, dem Hotel Berolina und dem Restaurant, heute Café Moskau. Die fünf Pavillons – darunter die kürzlich wiedereröffnete Mokka-Milch-Eisbar und der Laden Kunst im Heim (heute Galerie Capitain Petzel) – ergänzen das Ensemble. Kaiser und sein Kollektiv entwickelten zugleich den neuen Serientyp „QP“ für die modernen, industriell gefertigten Wohnzeilen: standardisiert, rationell und doch mit gestalterischem Anspruch.
In der Führung spüren wir nach, wie Architektur politische Botschaften vermitteln sollte, wie die Entstalinisierung an den Fassaden ablesbar wird und wie aus Ideologie Stadtleben wurde.
Wir laden Sie ein zum gemeinsamen Hinschauen und Spazieren entlang des Prachtboulevards des einstigen Ost-Berliner Zentrums.
Die Führung endet im Café des Kinos International.
Zusätzliche Informationen
- im Rahmen der Ausstellung „Josef Kaiser. Bauen für die DDR“
Treffpunkt:
Vor der Karl Marx Büste
Strausberger Pl. 12
10243 Berlin-Friedrichshain