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Theresa Reiwer

Mit der begehbaren Installation “Internet Explorer” untersucht die Berliner (post)digitale Künstlerin Theresa Reiwer die Vision des Web als demokratisches, solidarisches Gemeingut, das dem Menschen verpflichtet ist statt seiner Verwertung.

Das Netz war einst utopische Verheißung globaler Verbundenheit. Dem gemeinschaftlichen Entdecken ist inzwischen die algorithmisch choreografierte Bubble gewichen. Mit der Plattformökonomie hat sich die Art, wie wir uns online begegnen, verändert. Seitdem prägen Profitorientierung und systemisch verstärkte Konflikte, die sich aktuell zu faschistischen Strukturen verfestigen und ebenso in physische Räume drängen.

In der Kulisse eines Internetcafés bewegen sich die Gäste von “Internet Explorer” durch essayistische Videowelten und Mini-Games, die die digitale Gegenwart mit vergangenen Online-Momenten verweben. Gemeinsam mit einer spekulativen KI als Begleiterin und Betriebssystem gehen sie der Frage nach, ob sich das Versprechen von Zugang und Teilhabe jemals eingelöst hat oder bestehende Machtverhältnisse lediglich neu organisiert wurden.

Nach “Lasting Generation” (Premiere am HAU 2024) ist dies die zweite HAU-Koproduktion mit Reiwer.

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