Die Ausstellung wird mit langjährigem Engagement für die Stärkung transnationaler Verbindungen und die Förderung des künstlerischen und kulturellen Austauschs zwischen Estland und Deutschland verknüpft.
Die von Triin Metsla kuratierte Ausstellung wird am Mittwoch, dem 9. September, um 18 Uhr eröffnet.
Teilnehmende Künstler*innen:
- Angela Maasalu
- Dorota Gawęda
- Eglė Kulbokaitė
- Eva Gold
Performance:
- Pire Sova
- Netti Nüganen
Kuratorin:
- Triin Metsla
Produzentin:
- Mailis Timmi
Grafikdesign:
- Sonia Ruus
Unterstützer:
- Estnischer Kulturfonds
- Estnisches Kulturministerium
- Estnische Botschaft in Berlin
- Tütar Gallery
„Dort befinde ich mich an der Grenze meines Daseins als Lebewesen. Mein Körper befreit sich als Lebewesen von dieser Grenze … nichts bleibt in mir zurück …“
— Julia Kristeva, 1982
„I Think My Body No Longer Belongs to Me“ befasst sich damit, inwieweit ein Mensch die Möglichkeit und die Fähigkeit hat, Entscheidungen über den eigenen Körper zu treffen.
Der Körper steht im Zentrum einer komplexen Ökonomie aus Aufmerksamkeit, Hyperkapitalismus und geopolitischen Kämpfen, die einen unerträglichen Druck auf den einzelnen Körper ausüben.
Die Ausstellung untersucht die sich wandelnden Bedeutungen des Körper innerhalb der heutigen politischen, biologischen und digitalen Regime, die den Körper auf unterschiedliche Weise beeinflussen und erschöpfen – manche direkter, andere subtiler.
Zum Beispiel, wie der Staat in Kriegszeiten durch biopolitische Kontrolle Körper vereinnahmt und mobilisiert; wie reproduktive und sexuelle Erwartungen den weiblichen Körper erschöpfen; und wie digitale Umgebungen das physische und virtuelle Selbst einer Person fragmentieren.
Darüber hinaus geht es darum, wie zeitgenössische ästhetische Bilder dem Körper nicht erlauben, wie vorgegeben zu altern, und den Diskurs der sogenannten „Langlebigkeit“ sowie dessen Verinnerlichung hervorbringen, was einen subtilen, aber anhaltenden Druck ausübt, den Körper zu optimieren und zu verändern.
Anhand dieser Themen stellt die Ausstellung eine zentrale Frage: Inwieweit gehört der Körper tatsächlich dem Menschen selbst?
Die Ausstellung beginnt mit der Performance „Body Shares“ der Künstlerinnen Pire Sova und Netti Nüganen.
Die Künstlerinnen nutzen ihre Körper, um Drucke zu erstellen, und die so entstandenen Werke werden anschließend in einer spontanen Auktion, die die bei Viehauktionen verwendeten Techniken nachahmt, als Anteile angeboten.
Mit dieser Intervention hinterfragen die Künstlerinnen, inwieweit der Körper und seine Darstellungen Eigentum sind.
Was geschieht mit unserem Verständnis des Körpers im Prozess der Tauschwirtschaft – wenn wir beginnen, ihn im Hinblick auf Eigentum, Tausch und Zirkulation zu interpretieren?
Eröffnung & Performance:
- 9. September, 18–21 Uhr;
- Beginn der Performance um 19 Uhr
Ausstellungszeitraum:
- 9.–26. September 2026
Öffnungszeiten:
- Do–Fr, 16–19 Uhr,
- Sa, 14–17 Uhr sowie nach Vereinbarung
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