Hot Tropical Nights. Die Jazzszenen in Rio de Janeiro und Havanna um 1950 und ihre internationale Rezeption.
- 07.11.2026 | 20 Uhr
- Brotfabrik Berlin, Caligariplatz 1
Quinteto Radamés Gnattali (Rio de Janeiro)
Hommage an Radamés Gnattali
- Eudinho Soares – electric guitar
- Ira Shiran – accordion
- Tom Maciel – piano
- Trigo Santana – bass
- Axel Filip – drums
Mit Hot Tropical Nights würdigen sie zwei herausragende Komponisten, die Jazz, Popularmusik und klassische Musik auf einzigartige Weise miteinander verbanden. Den Auftakt bildet dieses Konzert zu Ehren von Radamés Gnattali (1906–1988), einem der bedeutendsten brasilianischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Gnattali war klassisch ausgebildeter Pianist, Komponist und Arrangeur. Er schrieb Konzertwerke ebenso wie Filmmusik, arrangierte für Radioorchester (Radio Nacional) und schuf wegweisende Kompositionen zwischen Choro, Samba, Jazz und Kunstmusik. Mit Werken wie dem "Samba em Tres Andamentos", seinen Konzerten und Kammermusikwerken entwickelte er eine unverwechselbare musikalische Sprache und vor allem ganz neuartige Formationen, zu denen das Quintett mit E-Gitarre und Akkordeon, aber auch die "Camerata Brasileira", ein einzigartiges genuin brasilianisches Kammerorchester, zählen.
Im Mittelpunkt des Abends stehen seine Quintette – faszinierende Werke zwischen Kammermusik und Jazz, die erstmals in Deutschland aufgeführt werden. Grundlage sind die handschriftlichen Manuskripte aus dem Nachlass des Komponisten, die sein Neffe Roberto Gnattali für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat.
Für dieses Konzert wurde eigens ein Quintett mit herausragenden Musikerinnen und Musikern der Berliner Jazz- und Brasilien-Szene zusammengestellt. Unter der musikalischen Leitung von Trigo Santana interpretieren sie Gnattalis Werke aus der Perspektive improvisierter Musik und eröffnen damit einen neuen Blick auf sein Schaffen.
2026 jährt sich der Tod Radamés Gnattalis zum 20. Mal – ein besonderer Anlass, sein außergewöhnliches Werk auch in Deutschland neu zu entdecken.
Gefördert durch die Projektförderung Jazz 2026 der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin.
Zusätzliche Informationen
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