Hot Tropical Nights. Die Jazzszenen in Rio de Janeiro und Havanna um 1950 und ihre internationale Rezeption.
- 05.12.2026 | 20 Uhr
- Brotfabrik Berlin, Caligariplatz 1
Tribute to Tom Jobim und João Gilberto – Die Erfindung des Bossa Nova
- Giovanna Piazza – vocals
- Carlos Corona – guitar
- Charlotte Joerges – sax
- Johannes von Ballestrem – piano
- Trigo Santana – bass
- Felix Astor – drums
Mit dem Abschlusskonzert endet diese Reise durch die Jazzwelten Rio de Janeiros und Havannas dort, wo der brasilianische Jazz seinen größten internationalen Erfolg feierte: beim Bossa Nova.
Kaum eine Musik hat das Bild Brasiliens weltweit so geprägt wie die Kompositionen von Tom Jobim und João Gilberto. Gemeinsam mit Dichtern wie Vinicius de Moraes und Sängerinnen wie Elizeth Cardoso entstand Ende der 1950er Jahre eine neue Klangsprache, die Samba, Jazz und moderne Harmonik miteinander verband. Die 1958 erschienene Aufnahme Canção do Amor Demais mit Elizeth Cardoso, arrangiert von Tom Jobim und mit João Gilbertos revolutionärem Gitarrenspiel auf zwei Titeln, gilt als Geburtsstunde des Bossa Nova.
João Gilberto, der sein Glück als Musiker in Rio de Janeiro zunächst eher erfolglos suchte, entwickelte seinen unverwechselbaren Gitarrenrhythmus während eines längeren Aufenthalts in seiner Heimat Bahia. Mit seinem leisen, intimen Gesang und der charakteristischen Begleitung schuf er einen völlig neuen Klang. Tom Jobim, der unter anderem bei dem aus Deutschland emigrierten Komponisten Hans-Joachim Koellreutter studierte, verlieh dieser Musik ihre raffinierte Harmonik und machte sie zu einer internationalen Kunstform.
Schon wenige Jahre später eroberte der Bossa Nova New York (Carnegie Hall) und die Welt. Gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern wie Stan Getz, Astrud Gilberto und vielen anderen wurde er zu einer der erfolgreichsten Begegnungen von brasilianischer Musik und Jazz.
Zum Abschluss von Hot Tropical Nights widmen sich herausragende Berliner Musiker*innen diesem musikalischen Erbe und führen es mit ihrer eigenen Handschrift in die Gegenwart.
Die brasilianische Sängerin Giovanna Piazza und der mexikanische Gitarrist Carlos Corona bilden seit vielen Jahren ein Duo, das sich mit großer Leidenschaft dem Bossa Nova widmet. Pianist Johannes von Ballestrem zählt zu den profiliertesten Kennern brasilianischer Musik der Berliner Jazzszene. Gemeinsam mit Trigo Santana, Charlotte Joerges und Felix Astor entsteht ein Konzert zwischen Tradition und Gegenwart.
Das letzte Konzert der Reihe entlässt das Publikum dann hoffentlich mit tropisch erwärmten Herzen in den kalten Berliner Winter.
Gefördert durch die Projektförderung Jazz 2026 der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin.
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