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(*ARBEITSTITEL)

Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin wird erstmals systematisch die Bildsprache der unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systeme vor 1989 in beiden Teilen Deutschlands im Feld der Industriefotografie untersuchen. Dabei stehen Darstellungsarten des Fortschritts in der auftragsgebundenen Industriefotografie im Fokus.

Deutsches Historisches Museum Berlin, Eingang zum Pei-Bau
Deutsches Historisches Museum Berlin, Eingang zum Pei-Bau © DHM, Foto: Thomas Bruns

Anhand ausgewählter Aufnahmen der Produktionsprozesse in Fabriken, der Arbeiter:innen und der fertigen Produkte wird verdeutlicht, wie die Fotografie und deren Kontextualisierung die jeweiligen Aufschwungserzählungen vermittelt.

Im Laufe der vier Jahrzehnte der deutsch-deutschen Teilung änderte sich, was als fortschrittlich und damit darstellungswürdig galt. Diese Veränderung lässt wiederum Rückschlüsse auf den Wandel gesamtgesellschaftlicher Prioritäten und Wünsche zu.

Besonders zur Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs im geteilten Deutschland gewannen Zukunftsversprechen an Bedeutung. Rauchende Schornsteine, lächelnde rußverschmierte Gesichter, schier endlose Fließbänder – hinter diesen wohl bekanntesten Motiven der Industriefotografie stehen Versprechen: die Aussicht auf mehr Konsum, immer bessere, schönere und funktionellere Produkte und eine allgemein gesteigerte Lebensqualität.


Die Ausstellung wird von Carola Jüllig und Stefanie Regina Dietzel kuratiert.

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