Mit Janina Agnes Baakes, Anja Demidova, Sarina Panahideh, Sasha Andjelo, Maria Bitti, Marina Kurochka, und Mikhail Poliakov. Moderation: Ioana Cristina Casapu.
FLINTA*KULTUR SALON ist ein Projekt von FLINTA*Literatur, Berlins Plattform für Künstlerinnen mit Migrations- und Exilhintergrund, in Zusammenarbeit mit Lettrétage, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, empfohlen von TheReader Berlin und präsentiert von tipBerlin und .taz.
Web: https://flintaliteratur.de/de
Kontakt: kontakt@flintaliteratur.de
Instagram: https://www.instagram.com/flintaliteratur/
Sasha Andjelo (Russland) lebt und arbeitet in Berlin im Exil. Mit klassischer Ausbildung in Violine und einer Faszination für Retro-Synthesizer bewegt er sich stilistisch zwischen Post-Punk, New Wave und elektronischer Musik. Als Frontmann der Band Behavior Model erschafft er melancholisch-düstere Klanglandschaften und erforscht die emotionale Wirkung von Sound jenseits klassischer Songstrukturen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet er mit Licht und Ton, organisiert Konzerte und Festivals und betreibt ein unabhängiges Musiklabel, über das er Künstler:innen veröffentlicht, die infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in ihren Herkunftsländern keine Förderung oder Auftrittsmöglichkeiten mehr erhalten.
Janina Agnes Baakes (Ostberlin) lebt in Berlin in lesbischer Partnerschaft, spielt seit 2018 in der ZDF-Serie SOKO Stuttgart und absolviert die Autor*innenausbildung am Schreibhain. 2023 wurde sie mit dem Programm „Diverses Erzählen“ (DFFB/Serial Eyes) gefördert. Ihre Texte verbinden Care-Arbeit, Klasse, Körper sowie queer-feministische Wut und Humor. In ihrem Spoken-Word-Stück „Mum am Tag – Gangster bei Nacht“ wird das nächtliche Gangster-Sein zur Überlebensform: tags Fürsorge, nachts Rebellion – ein Coping zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit.
Maria Bitti (Russland) lebt im Exil in Berlin seit 2023 und ist Gründerin des Wondering Theater – einem Theater für Kinder und Erwachsene, das durch Wärme, Humor und eine familiäre Atmosphäre begeistert. Ihre Arbeiten verbinden fantasievolles Erzählen mit liebevoll gestalteten Räumen und bekannten Geschichten, neu interpretiert.
Anja Demidova (Russland) ist Theaterregisseurin und Produzentin mit klassischer Schauspielausbildung in Russland sowie zusätzlicher Ausbildung bei Jan Fabre (Troubleyn) und Odin Theater mit Schwerpunkt auf physischem Theater und Tanz. 2018 gründete sie die unabhängige Theatercompagnie Urban Forest Echo. Aufgrund ihres Engagements gegen den Krieg und staatlicher Verfolgung nach Russlands Invasion in der Ukraine lebt sie im Exil in Berlin. Dort gründete sie Can.Act e.V., einen gemeinnützigen Verein, der Kunst- und Kulturdialog fördert und Künstler*innen in schwierigen Situationen unterstützt. Ihre internationale Erfahrung prägt ihre künstlerische Arbeit, die in Russland, Rumänien, Österreich und Deutschland, u.a. an der Volksbühne und im HAU Berlin, gezeigt wurde.
Marina Kurochka (Ukraine) absolvierte ihre Ausbildung im Bereich Schauspiel an der L.Utesov KMAECM im Fach Pantomime sowie an der renommierten Schauspielschule GITIS in der Werkstatt von V.A. Andreeva. Während ihres Studiums arbeitete sie am Kyiver Zirkus. Nach ihrem Abschluss 2020 arbeitete sie am Theater und war auch im Film tätig. Sie singt, spielt Schlagzeug, tanzt und unterrichtet Schauspiel sowie Bühnensprache für Kinder und Jugendliche. Aufgrund des Kriegs lebt sie derzeit in Berlin, wo sie in der Inszenierung „The Run Refugee Rave“ unter der Regie von Anja Demidova mitwirkt und außerdem im Galli Theater Berlin spielt.
Sarina Panahideh (Iran) setzt sich intensiv mit Themen wie Identität, Widerstand und den Rechten von Frauen auseinander. Durch eine kraftvolle Verbindung von Bewegung und Performance schafft sie berührende Werke, die persönliche Erfahrungen mit politischen Realitäten verknüpfen. Ihre Stücke wurden bereits auf verschiedenen Bühnen in Europa präsentiert und zeichnen sich durch ihre radikale Körperlichkeit und gesellschaftspolitische Dringlichkeit aus. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei BBC, ARTE, DW und weiteren Sendern präsentiert.
Mikhail Poliakov (Russland) begann Michail im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine legte Michail alle künstlerischen Projekte auf Eis. Vor seiner Ausreise nach Deutschland im Sommer 2022 arbeitete er als Koch. In Hamburg und Berlin beteiligte er sich an Antikriegs- und anderen sozial engagierten Theaterprojekten. Im letzten Jahr arbeitete er mit Kirill Serebrennikov u. a. an der Komischen Oper Berlin, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und weiteren.
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