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Die Ausstellung nähert sich dem Thema aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Nachkomme und Fotograf Ilja Niederkirchner setzt sich künstlerisch mit seinem Erbe auseinander, indem er die überlieferten Bilder zerschneidet, überblendet oder neu zusammensetzt.

Die Historikerin Annette Leo zeichnet dokumentarisch die Lebenslinien der einzelnen Familienmitglieder zwischen Berlin und Moskau nach und bettet sie ein in den historischen Kontext des 20. Jahrhunderts.

18.00 Uhr

Kurator*innenführung mit Annette Leo und Ilja Niederkirchner

Ort: Hauptgebäude, Raum 108

19.00 Uhr

IM GESPRÄCH: Stalin ist wieder der Held? - Erinnerungspolitik in Russland heute

Im April 2026 stuft das Oberste Gericht Russlands die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ als extremistische Organisation ein und stellt ihre Unterstützer unter Strafe. Seit der Gründung 1989 setzte Memorial sich mit den Verbrechen der Stalin-Zeit auseinander, sammelte Dokumente, befragte und betreute überlebende Opfer. Wie kann diese Arbeit weitergehen? Konnte das Archiv gerettet werden? Und wie kann es sein, dass in Russland neuerdings wieder Stalin-Denkmäler und -Büsten aufgestellt werden?

Irina Scherbakowa und Wladislaw Hedeler sprechen über ihre Erfahrungen.

Irina Scherbakowa, geboren 1949 in Moskau, ist Germanistin, Kunstwissenschaftlerin und Mitbegründerin von Memorial. Seit 2022 lebt sie im Exil in Deutschland und setzt hier ihre Arbeit fort.

Wladislaw Hedeler wurde 1953 im sibirischen Tomsk geboren, wohin sein Vater verbannt worden war. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Stalinismus und dem Schicksal deutscher Emigranten in der Sowjetunion.

  • Moderation: Annette Leo
  • Ort: Hauptgebäude, Aula (3. OG)
Zusätzliche Informationen
Termine
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