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John Rwothomack, Autor und Schauspieler, basiert sein bemerkenswertes Pantomimenspiel Far Gone auf seinen Erfahrungen, die er während seiner Kindheit in einer Dorfgemeinschaft im Norden Ugandas in einer Zeit erheblicher politischer Unsicherheit und Unruhen gemacht hat.


Während die jüngste Geschichte Ugandas von politischen Regimewechseln und aggressiven Rebellengruppen geprägt war, waren es die Menschen in den ländlichen Gebieten, die am stärksten von Angriffen und ihre kleinen Kinder von Entführungen bedroht waren.

Der Autor erinnert sich an eine Begebenheit, als er im Alter von acht Jahren beinahe von einer Rebellengruppe, der Lord's Resistance Army, unter der Führung des berüchtigten und sadistischen Joseph Koney, entführt worden wäre. Wäre er verschleppt worden, hätte man ihn mit Schlägen gefügig gemacht, halb verhungern lassen, er wäre Zeuge extremer Brutalität und Morde geworden und hätte schließlich, um zu überleben, dieselbe Gewalt an den Tag gelegt wie die Männer, die ihn bedrohten.

Alle Figuren der Geschichte, insbesondere der kleine Junge Okumu, sein Bruder Okello, der Kommandant und Sprinkler, der Henker, werden von einem einzigen Darsteller, John Rwothomack, dargestellt, der eine Kombination aus energischer und emotionaler Pantomime und den Worten, Schreien oder Befehlen der Hauptfiguren zum Einsatz bringt.


Johns Darstellung ist brillant, unvergesslich, legendär, und er ist so sehr in seine Erzählung vertieft, dass er uns mitnimmt in diese schreckliche, brutale, kontrollierende Welt, in der wir durch ihn den Horror erleben. Das ist eine Erfahrung, die ich im Theater selten gemacht habe, die aber zutiefst bewegend ist, wenn sie auftritt, und die nur dann entsteht, wenn der Schauspieler oder die Handlung uns über das hinausführt, was wir unmittelbar auf der Bühne wahrnehmen, hin zu einer tiefen Reflexion über das Leben, die Welt, in der wir leben, die dem Menschen innewohnende Grausamkeit und die Grenzen des menschlichen Mutes in widrigen Umständen.

In Wirklichkeit ist die Behandlung der entführten Kinder schrecklich. Die Jungen werden durch Morddrohungen terrorisiert, gemobbt und geschlagen, bis sie erkennen, dass der einzige Weg zu überleben darin besteht, wie ihre Entführer zu werden. Dann wird ihnen beigebracht, mit einer Waffe zu schießen und auf Befehl zu töten. Die Behandlung der Mädchen ist ebenso entsetzlich. Sie werden vergewaltigt und brutalen Männern als „Ehefrauen” übergeben und erschossen, wenn sie bei der Flucht erwischt werden.


Pressestimmen & Rückmeldungen:

“Captivating and Powerful” — The Guardian

“Harrowing immersive and Enchanting” — The Cape Robyn


„Dieses Stück handelt nicht von mir, dem Jungen, der das Glück hatte zu entkommen. Es ist für die Hunderttausenden, die es nicht hatten. Für die kommenden Generationen, die noch viele Jahre unter den Traumata leiden werden, die die LRA ihnen zugefügt hat.“ – John Rwothomack
Zusätzliche Informationen
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