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Alexander von Humboldt reiste durch Teile Süd- und Nordamerikas und später durch Russland bis an die chinesische Grenze. Wilhelm von Humboldt reiste bis an die Grenzen Europas und lebte in Paris, Rom, London und Wien.

Ausschnitt der Ausstellung "Einblicke. Die Brüder Humboldt"
Ausschnitt der Ausstellung "Einblicke. Die Brüder Humboldt" © Stiftung Humboldt im Berliner Schloss, Foto: Alexander Schippel

Sie besaßen das Privileg von Wohlstand, bester Ausbildung und Kontakten zu Mächtigen und Gelehrten in vielen Ländern. Für ihre Erforschung von Natur, Kulturen und Sprachen arbeiteten sie mit Menschen auf der ganzen Welt zusammen. In einem größeren Kontext trugen sie zum Bestreben der europäischen Wissenschaften bei, die Welt in ihren kleinen Details und großen Zusammenhängen zu erklären.

Das Reisen europäischer Forscher und das Zusammentragen von Wissen über die Welt war untrennbar verbunden mit der Macht, die Europa in anderen Regionen der Welt ausübte.

Die Ausdehnung des europäischen Einflussbereichs stützte sich nicht nur auf Waffengewalt und Handelszwänge, sondern auch auf die geistige Vorbereitung und Zuarbeit durch Naturforscher, Kartografen, Geologen, Menschenkundler und Sprachforscher. Alexander und Wilhelm von Humboldt waren all das.

Sie bezogen Position gegen koloniale Wirtschaftsinteressen und die Versklavung und Ausbeutung von Menschen, und für die Vielfalt von Kultur, die Verantwortung gegenüber der Natur und für Gerechtigkeit. Und doch stehen sie nicht außerhalb, sondern sind Teil des europäischen Anspruchs, nicht nur über, sondern für die Welt zu denken.

Der Name des Humboldt Forums erinnert an zwei außergewöhnliche Brüder. Sein Programm verpflichtet dazu, sie nicht als Helden zu sich zu holen, sondern als Teil einer Vergangenheit, die für die Fragen der Gegenwart und die Verantwortung für die Zukunft von Bedeutung ist. Dazu gehört, sich nicht nur mit ihren Ideen und Leistungen zu verbinden, sondern auch die Menschen zu Wort kommen zu lassen, über die sie schrieben, und deren Pflanzen, Artefakte und Sprachen sie erforschten.

Die Ausstellung ist in die Fensterfront der Passage integriert.  Die Passage ist 24 Stunden Tag und Nacht zugänglich.
Zusätzliche Informationen

Öffnungszeiten ab 02.01.2023
Mittwoch bis montags von 10:30 – 18:30 Uhr, Dienstag ist regulärer Schließtag.

Sonderzeiten
24.12.: geschlossen (Heiligabend)
25.12. 12 – 18 Uhr
26.12. 12 – 18 Uhr
31.12. geschlossen (Silvester)
01.01. 14:00 – 18:00 Uhr (Neujahr)

Öffentlicher Nahverkehr: U-Bahn Museumsinsel (U5) 1 Min zu Fuß; S/U Alexanderplatz 15 Min zu Fuß; S Hackescher Markt 10 Min zu Fuß, Bus 100, 200, 300, 147, N5

Unser Tipp: Gute Geschichten in guten Büchern und Katalogen finden.

­Im Herbst sind zwei neue interessante Bücher herausgekommen: Zeitgenössische Kunst im Humboldt Forum und Die Brüder Humboldt. Geschichten aus der Gegenwart, wie immer in einer deutschen und einer englischen Ausgabe.  
 
Zeitgenössische Kunst im Humboldt Forum widmet sich in eindrucksvollen Fotografien und inspirierenden Textbeiträgen den Werken der Kunst am Bau, aber auch ausgewählten Kunstwerken auf den Flächen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst und von BERLIN GLOBAL.
Deutscher Kunstverlag, Hardcover, 192 Seiten, 34.- Euro
 
Die Brüder Humboldt. Geschichten aus der Gegenwart verknüpft das Leben und Wirken Wilhelms und Alexanders von Humboldt mit dem Programm unseres Hauses. Das Buch lehnt sich an die Humboldt-Ausstellung im Treppenhaus und der Passage an und schreibt diese in assoziationsreicher Weise fort.
Prestel Verlag, Klappenbroschur, 128 Seiten, 12,50 Euro

Deshalb besuchen Sie auch den Shop im Humboldt Forum, oder bestellen Sie online!  ­

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Informationen zur Barrierefreiheit

Barrierefreie Parkplätze stehen südlich des Humboldt Forums auf dem Schlossplatz zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.