Ein Agit Prop Musical
Mobilisiere ein unübersichtliches Sammelsurium von Beratern, Experten, Agenturen sowie privaten und öffentlichen Verbänden, die zwar jede:r für sich viel weinen und klagen, sich aber darin einig sind, dass sie mit Wärme viel Geld verdienen wollen.
Drücke dich in Parlamenten und Ministerien rum. Beschäftige ein Heer von Rechtsanwälten, Betriebswirten und Experten, die eine absurde Welt der Nachlässigkeit und der legitimen Bereicherung formen.
Kippe Kübel voller Kommunikationsschlamm aus, schwafele von Sicherheit und installiere eine zahnlose Beratungsindustrie, die die von Monopolen und Verträgen gefangenen Mieter:innen in die Resignation entlässt. So entsteht eine von Ignoranz und Machtbewusstsein geschützte Sonderwirtschaftszone, in der die einzelnen Mieter:innen zappeln. Dabei werden sie aus allen Richtungen, im Guten wie im Bösen, von einem Gedudel beschallt, das die Hoffnungslosigkeit besingt, dass alles zu viel, zu kompliziert und zu speziell ist, sodass es ganz verrückt und unverständlich geworden ist. Aber aus der Ferne sind bereits die näher kommenden wilden Gesänge der geprellten Mieter:innen zu hören.
In Deutschland sind zehn Millionen Haushalte – sowohl Mieter:innen als auch Eigentümer:innen – an die Fernwärme angeschlossen oder werden durch Wärme-Contracting von externen Dienstleistern mit Wärme versorgt.
Ihr Vermieter forderte für das Jahr 2022 für die gelieferte Wärme mehrere tausend Euro Nachzahlung. Diese Forderung überstieg die tatsächlichen Steigerungen der Gaspreise um ein Vielfaches. Damit war für sie eine rote Linie überschritten. Sie haben sich auf den Weg gemacht: in den Heizungskeller, zu Beratungsstellen, Behörden, Expert:innen, Parteien und Parlamentarier:innen, um Licht in die Sache zu bringen.
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