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In ihrer Trilogie „Die Oper #1 – #3“ wirft die Berliner Opernkompanie Novoflot den Blick zurück auf die über 400 Jahre zurückliegende Geburtsstunde der Oper und auf ihren Gründungsvater, Claudio Monteverdi. Ohne ihn wäre die Gattung nicht zu denken. Als man Monteverdi im 20. Jahrhundert wiederentdeckte, wurde festgestellt, dass 15 Opern fehlen. Nur die Partituren von „Orfeo“, „Ulisses“ und „Poppea“ liegen bisher der Nachwelt vor. Allerdings erscheint kaum etwas verführerischer als die Spekulation darüber, wie die Wirklichkeit, in der man lebt, sich darstellte, wenn bestimmte historische Ereignisse andere Wendungen genommen hätten. Novoflot geht es da nicht anders: Was also wäre, wenn…?

Veranstaltungen in Berlin: Die Oper #2 – In den Seilen (Vom Ende)
© Falko Siewert

Wie hätte die Gattung „Oper“ sich entwickelt, wären Monteverdis fehlende Partituren überliefert geblieben? Würde Oper heute anders aussehen oder klingen? Und wenn ja, wie? Das auf drei Jahre angelegten Projekt „Die Oper #1 – #3“ feiert die imaginäre Auferstehung dieser nicht aufgefundenen Bühnenwerke und schreibt unter kreativer Neubewertung der Faktenlage den Beginn der Operngeschichte neu. Nach den Uraufführungen aller drei Teile beim Kunstfest Weimar 2019/2020/2021 sowie Vorstellungen beim CPH Opera Festival Kopenhagen und an der Griechischen Nationaloper in Athen kommt das Projekt nun nach Berlin.

An der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz präsentiert Novoflot mit „Die Oper #2 – In den Seilen (Vom Ende)“ nach Motiven aus Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ und durch das Einsetzen fehlender Elemente endlich die erste verschollene Oper des großen Komponisten.

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VOLKSBÜHNE Berlin
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