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Die Poesie besteht aus Worten und auch aus Nicht-Worten. Aus Rhythmen, aber auch aus Anti-Rhythmen, aus leeren Räumen und aus ausgefüllten Bedeutungen. Ein Gedicht kann man schreiben, aber man kann es auch singen, zerreißen, löschen, verkürzen, verschieben… Wie weit?

Gibt es Grenzen dafür, was man in der Poesie tun und was man nicht tun darf? Gibt es Formen, die erlaubt sind, und solche, die es nicht sind? Sind Formen nur Räume für Experimentierfreudigkeit und Freiheit, oder ermöglichen sie auch die Schaffung neuer Arten von Erfahrung? Warum wird eine Grenze verschoben: Was wird damit angestrebt?

Diese Veranstaltung lädt Autor*innen ein, die trans- und interdisziplinär schreiben.

Mara Genschel ist eine deutsche Dichterin, die mit Lautpoesie und Performance arbeitet. Jose F. A. Oliver ist ein badisch-andalusischer Dichter, der ausgehend von neo-avantgardistischen Textfeldern die Grenzen des poetischen Sprechens auslotet. Carlos Soto Román ist ein chilenischer Dichter, Übersetzer und Apotheker, der derzeit am DAAD Berliner-Künstlerprogramm teilnimmt und zwischen konzeptueller Poesie und dokumentarischer Literatur arbeitet.

Die Moderation übernimmt der Dichter, Performer und Herausgeber des Siesta-Verlags Felipe Sáez Riquelme.

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