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Work-in-Progress Vorpremiere

Der Tod einer Demokratie kommt nicht mit einem großen Knall. Ihr Sterben vollzieht sich schleichend. Am 4.3.2027 feiert das neue Theaterstück von Michael Ruf (Autor/Regisseur der Asyl-Monologe, Asyl-Dialoge, NSU-Monologe, Mittelmeer-Monologe und Klima-Monologe) im Heimathafen Neukölln Premiere.


Bereits im Dezember laden sie ein zu einer Work-in-Progress Vorpremiere:

Schauspieler:innen, Musiker:innen und Sänger:innen präsentieren Einblicke in das Stück und Michael Ruf spricht über die Herausforderungen, ein Theaterstück zu entwickeln, das kein geringeres Ziel hat als einen Beitrag zu leisten im Kampf gegen Rechtsextremismus, Faschismus und für den Erhaltung dieser Demokratie.


DIE DEMOKRATIE-MONOLOGE (AT)


»Democracy dies in daylight.« Die Demokratie-Monologe erzählen von Menschen, die in Gesellschaften leben, die sich von Demokratien in Autokratien verwandeln. Diese Protagonist:innen erfahren in ihrem eigenen Leben, wie einzelne Aspekte wie Presse- und Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit der Justiz und Gewaltenteilung oder Rechte von Minderheiten massiv betroffen sind. Sie erleben diese Änderungen in ihrer Rolle als Politikerin, Richterin, Journalistin, Aktivist:in, aber auch gleichermaßen in ihrem persönlichen Leben.


Die Protagonist:innen erzählen von Phasen des Schocks, der Angst und der Ohnmacht, aber auch vom Weiterkämpfen, vom Mut und Widerstand. Sie liefern aufgrund der eigenen Biografie eine analytische Klarheit über die Mechanismen des Demokratieabbaus, aber auch über Strategien der Gegenwehr.

Sie erzählen, was genau passiert, wenn Autokraten ihre Werkzeugkiste der Strategien, Taktiken und Tricks anwenden. Sie zeigen den enorm kräftezerrenden Kampf gegen ein schier nicht bezwingbares Medienmonster, erschaffen vom autokratischen Staatsoberhaupt.


Doch DIE DEMOKRATIE-MONOLOGE entlassen das Publikum nicht mit einem Gefühl der Ohnmacht. Denn genau dieser Eindruck der Machtlosigkeit ist es, den die Autokraten dieser Welt bei uns auslösen wollen. Somit erzählen die Protagonist*innen immer wieder von Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und dem Eindruck, etwas beeinflussen zu können.


Konkret liefern DIE DEMOKRATIE-MONOLOGE voraussichtlich einen Blick in folgende drei Länder:


• Sie erhalten einen persönlichen und intimen Blick darauf, was es heißt, 16 Jahre unter Viktor Orban in Ungarn gelebt zu haben, und wie das Playbook der Autokratie subtil aber wirkungsvoll den Menschen die Freiheit nahm.

• Sie erfahren, was es heißt, wenn sich eine Sanctuary City in den USA gegen die ICE-Razzien organisiert, und wir hören von Familien, die vom Abschiebewahn betroffen sind.

• Sie erfahren, wie auch in Deutschland die Gefährdung durch rechtsextremistische, rassistische und antidemokratische Kräfte immer bedrohlicher wird, dies den Alltag vieler Mensch prägt, aber auch Gegenwehr organisiert wird und mutig stattfindet.


Im Anschluss findet ein ausführliches Gespräch mit Autor und Regisseur Michael Ruf statt und alle Zuschauer:innen sind eingeladen, ihre Eindrücke zu schildern: Wie reagieren sie auf den vorliegenden Entwurf? Was funktioniert? Was interessiert? Was fehlt? Was nervt? Was berührt?

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Zusätzliche Informationen
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Dezember 2026
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