Durch den Einsatz von Klang, Stimme, Summen und Stille möchte Paul eine Verbindung zu den einzelnen Anwesenden herstellen und sie einladen, diesem kollektiven Moment der Erdung, der Erinnerung, der Transzendenz sowie dessen, was sie als Caribbean glissement bezeichnet, beizuwohnen.
- Auf Guadeloupe-Kreolisch, Französisch und Englisch
Sie flüstert:
Ich grüße Dich, …,
während ich dieses narrative Gedicht von Paulette Nardal lese, dringt das Grollen eines starken Spätsommersturms durch mein Fenster. Das Blau der Nacht hat Paris fast verschlungen. Die Straßenlaternen sind noch nicht an. Es gibt nur das gleißende Licht der Blitze, die den Himmel und meine Netzhaut aufreißen… meine Erinnerung.
Ein bleischwerer Himmel von solch wilder Intensität, dass er mich an die Himmel zuhause erinnert. Ein magisches Spektakel. Voller Leben. Heilsam, und doch gefährlich.
Weit weg. Zuhause.
Weit weg. Erinnerungen.
Und doch bin ich sicher, dass ich sie berühren könnte, würde ich meine Handflächen nur weit genug öffnen.
Ich sehne mich nach unserem Land mit einem Hunger, der nie ganz gestillt werden kann. Zeit, Distanz und die Geschichte ziehen unablässig an uns vorbei; entreißen uns pflichtbewusst unserer Wurzeln. Ich fühle mich unendlich fehl am Platz.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als hier in meinem Saal die Fragmente der Landschaften aufzurufen, die mir übrig bleiben.
Diejenigen, die zu mir gehören, die Deinen, die unserer Vorfahr*innen – sie alle reisen weiterhin über die Strömungen des Meeres zu uns.
Wirst Du Zeugnis ablegen von meinem Moment stiller Besinnung?
— Élodie Paul
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