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Historische Ursprünge und humanistische Grundlagen demokratischer Ordnung

Demokratie ist kein Erbe, das sich von selbst verwaltet. Sie ist ein Versprechen, das immer wieder neu eingelöst werden muss – und zugleich ein Projekt, das sich ständig infrage gestellt sieht.

Angesichts wachsender Politikverdrossenheit, populistischer Gefährdungen der Demokratie und der Erosion zivilkultureller Praxis stellt sich heute drängender denn je die Frage: Was hält Demokratien im Innersten zusammen? Welche Rolle spielen die Ursprünge der Demokratie und wie sind ihre normativen Grundlagen zu bestimmen?

Die internationale und pluridisziplinäre Tagung bringt führende Stimmen aus Philosophie und politischer Theorie, aus Geschichte und Rechtswissenschaft mit Studierenden und Lehrenden aus unterschiedlichen Disziplinen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Berlin und Umgebung ins Gespräch.

Im Zentrum steht die Idee, dass das Nachdenken über die historischen Ursprünge demokratischer Praxis in der attischen Demokratie des 5. Jahrhunderts v. Chr. und die Diskussion ihrer humanistischen Grundlagen nicht nur ein historisches und systematisches Interesse befriedigt, sondern auch neue Perspektiven auf gegenwärtige Herausforderungen eröffnet.

Die dreitägige Veranstaltung findet an verschiedenen Orten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz statt – die Panelvorträge finden im Auditorium der James-Simon-Galerie statt – und verbindet Vorträge mit performativen Elementen.

In den Mittagsinterventionen aus Kunst, kuratorischer Praxis und politischer Bildung wird Demokratie als Raum, Bild, Körper und Konflikt erlebbar gemacht.

Wie veränderte sich die Vorstellung von Menschenwürde und Beteiligung vom antiken Griechenland bis zur Gegenwart? Welche Rolle spielen Eliten – damals wie heute? Welche Rolle spielen individuelle Freiheit und gesellschaftliche Gerechtigkeit in einer zunehmend digitalen, globalisierten Welt? Wie sind die humanistischen Grundlagen der modernen Demokratie zu interpretieren und wie kann man ihren Gefährdungen entgegentreten?

Diese und andere Themen werden auf der Tagung diskutiert.

Dreitägige Tagung: 24. Juni bis 26. Juni 2026

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Körber Stiftung und Humanismus Stiftung Berlin.

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